Musikalische Fährten aus anderen Landesteilen
von Cornelius Räber
Man habe sich flüchtig gekannt und auch schon sporadisch miteinander zu tun gehabt, erzählt die romanische Liedermacherin Astrid Alexandre. Aber in dieser Form Musik gemacht habe man bislang noch nicht. «Astrid war es auch, welche die Musikerinnen und Musiker aus den anderen drei Sprachregionen vorgeschlagen hat», sagt Rolf Caflisch, Mastermind des Vereins Weekly Jazz, der das Projekt «quater – quattro – vier – quatre» initiiert hat.
Es gibt keine Gräben
So haben sich die Folk-Pop-Sängerin Billie Bird aus Lausanne, der Tessiner Klarinettist und Gitarrist Marco Santilli Rossi, der Berner Liedermacher Christoph Trummer und eben Astrid Alexandre erst in der Woche vor Ostern für einen ersten Austausch in Chur getroffen. Dabei habe man sich viel über Musik aber auch über dies und das unterhalten und natürlich die bereits vorher ausgetauschten Songs besprochen und eingeübt, führt Alexandre aus und ergänzt: «In nicht einmal 48 Stunden haben wir die Songs aus den vier Landesteilen zusammengebracht.»
In nicht einmal 48 Stunden haben wir die Songs aus den vier Landes-teilen zusammen- gebracht.»
Die Musik und das Musikmachen waren denn auch die Themen während eines kurzen Nachtessens vor dem Konzert im Cinema sil Plaz in Ilanz am Donnerstagabend. Im bunten Sprachengemisch erzählten die Protagonisten von ihren Projekten, ihren Erfahrungen und ihren Erlebnisse während Konzerten und mit anderen Musikern. Ein aktiver Austausch über die Sprachgrenzen hinweg – genauso, wie es sich die Organisatoren wünschen. «Zwischen den Musikern gibt es eben keinen Rösti- oder sonst welchen Graben», betont Caflisch.