Mit dem Soul in der Stimme soll es ins Finale gehen
Mit ihrer verträumten, warmen und souligen Stimme hat sie den Musiker Stress überzeugt. Eine Stimme, die ihren Feinschliff auch im Glarnerland bekommen hat. Als Teenager nahm Irina Haller, oder als Künstlerin Rina Hera, in Bilten bei Hedreich Nichols Gesangsunterricht. «Es war die richtige Entscheidung, zu ihr in den Unterricht zu gehen», sagt sie mit Blick zurück. «Schon als Kind haben mich warme Stimmfarben begeistert. Wie diejenige der amerikanischen Sängerin Lauryn Hill etwa. Sie hat mich inspiriert, und ich versuchte jeweils, die souligen Schnörkel in meinen Gesang einzubauen und es nachzusingen.»
Bei Nichols habe sich dies gefestigt, und auch sonst habe die Gospelsängerin sie bestärkt. «Ich wusste damals nicht, ob und wie gut ich bin. Sie hat mir Selbstvertrauen gegeben, mir gesagt, wo ich mit meinem Gesang stehe.»
Sprungbrett für junge Künstler
Jetzt steht sie mit ihrer warmen Soulstimme, gepaart mit rhythmischen Groove-Elementen und träumerischen Gesangseinlagen, und dem Song «I go slow» unter den Top Zwölf des wichtigen Schweizer Musikwettbewerbs für Newcomer.
Neben Stress sitzen vier weitere Musikexperten in der Jury des «My Coke Music Soundcheck», welche die zwölf Halbfinalisten nach einer Bewerbung auserkoren haben. In einem Online-Voting, das noch bis am Freitag, 13. September läuft, werden nun vier Finalisten ermittelt.
Der seit 2005 ausgetragene Wettbewerb ist ein Sprungbrett für junge Künstler. «Ich bin sehr dankbar, dass ich diese Erfahrung machen darf. Es ist eine grosse Bereicherung und eine tolle Erfahrung für mich», erzählt die Sängerin.
Zwei Tage mit Heinzmann
Aufgewachsen ist Rina Hera in Zürich, sie lebte aber vom 12. bis zum 25. Altersjahr in Amden und Weesen. Ihre Eltern wohnen noch immer am Ufer des Walensees und sind ebenfalls beide Musiker. «Bereits als Kind begleitete ich sie an ihre Auftritte und habe mich daher früh für Musik begeistert.»