Lukas Hobi: «Ennenda ist unsere Basis»
1 Warum liegt das Geburtshaus der Brüder, um die es im Film geht, im Kanton Glarus?
Johann, der jüngere der beiden, ist mit Klara verheiratet, der Tochter von Lisbeth-Maria und Alfred, die eine Textilfabrik besitzen, eine grosse Weberei. Um die Geschichte erzählen zu können, suchten wir also auch ein entsprechendes Fabrikgelände – in der ganzen Schweiz. Aber in Glarus gab es natürlich ein paar Kandidaten dafür.
2 Und fündig wurden Sie schliesslich in Diesbach auf dem Leglerareal ...
... genau. Dort drehten wir ab dem 13. Mai denn auch acht Tage lang. Und wenn man eine solche Grossproduktion macht, wie das die sechsteilige Serie «Frieden» ist, bei der gegen 80 Leute hinter den Kameras arbeiten, dann kann man nicht einfach jeden Tag an einem anderen Ort der Schweiz sein. Man muss sich irgendwo eine Art Basis aufbauen. Und so haben wir uns dafür entschieden, ein paar Motive in Glarus zusammenzulegen. Ähnlich machen wir das noch in Zürich, Bern und Freiburg.
3 Aber für die Geschichte sind die konkreten Orte nicht entscheidend, oder?
Nein, die Geschichte spielt an einem fiktiven, neutralen Ort, irgendwo in der Zentralschweiz. Auch Ennenda oder der Kanton Glarus werden also nicht als solche Orte dargestellt.