«Kaum ein Wochenende ohne Vandalismus»
«Kaum ein Wochenende ohne Vandalismus», schreiben die Gemeindebetriebe Bonaduz Rhäzüns auf ihrer Facebookseite. Diesmal sind es zwei Bankreihen des Unterstandes des alten Eisplatzes, die laut dem Post «traktiert» wurden. Sie sind eigentlich an der Wand angebracht, damit Eisläufer und Eishockeyspieler dort im Winter ihre Schuhe anziehen können. Jetzt liegen sie zersplittert am Boden und das nicht zum ersten Mal. «Sie waren letztes Jahr schon alle kaputt. Erst im Herbst haben wir sie neu montiert», bestätigt Andi Weber, Leiter der Gemeindebetriebe Bonaduz Rhäzüns.
Der Unterstand des Eisplatzes sei bei weitem kein Einzelfall, so Weber. Vandalismus sei ein Problem, das in der Gemeinde in den vergangenen fünf Jahren zugenommen habe. «Es ist generell so, wenn wir irgendwo Sitzgelegenheiten aufstellen oder wieder reparieren; Die Haltbarkeit einer solchen Einrichtung ist nicht mehr davon abhängig, wann das Holz faul wird, sondern von Leuten, die vorbeikommen und nicht wissen, was sie tun sollen», so Weber.
Respekt und Zivilcourage sind gefragt
Für die unschöne Entwicklung vermutet Weber verschiedene Gründe. «Einer ist die Verfügbarkeit und der Preis von Alkohol», so der Leiter der Gemeindebetriebe. Vor 20 Jahren sei dieser im Verhältnis zum Lohn teurer gewesen als heute.
Ein anderer Grund sei das fehlende Bewusstsein darüber, wie viel Aufwand und Arbeit hinter der Produktion einer Sitzbank oder einer Feuerstelle stecke. «Heute sieht man alles als billig und zum Wegwerfen an», so Weber. Auch die Kosten würden den Menschen, die an diesen Orten feiern, egal zu sein scheinen.