Frau Holles Pause macht sich bemerkbar
Wie ein Weihnachtsgeschenk gab es in der Nacht auf den 25. Dezember des letzten Jahres in vielen Regionen Neuschnee. Nötig und hilfreich – denn er rettete die Festtagsbilanz vieler Bündner Skigebiete. Seit dem 27. Dezember fiel jedoch kein Neuschnee mehr. Hinzu kommen milde Temperaturen, welche die Arbeit mit dem Kunstschnee erschweren. Zwei Faktoren, die für tiefer gelegene Skigebiete schnell einmal verheerend werden können. Bei den Bergbahnen in Tschiertschen ist es beispielsweise bis nach oben hin knapp mit dem Schnee, wie Verwaltungsratspräsident Martin Weilenmann auf Anfrage von «suedostschweiz.ch» sagt. «Wir mussten zwei Pisten und einen Skilift schliessen. Die anderen Pisten hoffe man, durch Schneetransport zu retten. «Ob es bis Ende Januar reicht, wenn es nicht schneit, ist schwierig zu sagen», so Weilenmann weiter.
Oben gut, unten ok
Auch die Bergbahnen in Savognin hoffen auf Schnee oder zumindest auf kältere Nächte. Obwohl die meisten Skipisten präpariert und offen sind, wird jede Minute genutzt, um Kunstschnee herzustellen. «Wir haben aber leider nur sehr wenige und kurze Kälteperioden, die dafür nötig sind. Das ist sehr herausfordernd», sagt Christoph Passecker, kaufmännischer Direktor der Savognin Bergbahnen AG. Die Pistenfahrzeugfahrer seien sehr gefordert und der Arbeitseinsatz doppelt so hoch, weil sie auch den Schnee abseits der Pisten zusammenstossen, um den Schnee auf den Pisten halten zu können. «Es tut weh aber es ist unser Business. Wir leben vom Schnee, der von oben kommt und wir können leider nicht alles beschneien», so Passecker.
Ähnlich ist die Situation bei den Bergbahnen in Tschappina. Viele Nächte sind zu mild. «Wir haben aber Glück, dass wir einen grossen Anteil der Pisten auf Wiesen haben, dadurch haben wir keine Probleme mit den Steinen», sagt Markus Hemmi, Betriebsleiter und Rettungschef bei den Bergbahnen Tschappina auf Anfrage.