Die Näfelser Trommler wollen eine Brücke schlagen
von Gabi Heussi
Philippe Haller ist der Präsident des Glarner Tambourenvereins Näfels. Er steht mitten auf dem Platz vor dem Feuerwehrdepot in Näfels und berichtet über das bevorstehende Fest: «Am 28. und 29. September wird hier das Festzelt für unser Jungtambourenfest stehen. Wir erwarten rund 250 Tambouren im Alter von acht bis 20 Jahren». Diese werden an den Wettspielen teilnehmen und um den Ostschweizer-Meistertitel trommeln.
Als langjähriger Tambour ist er nach wie vor von der Trommel, dem Zusammenhalt im Verein und den Wettkämpfen fasziniert. «Mit dem Trommeln habe ich im Alter von acht Jahren angefangen», sagt er. Seine Eltern hatten damals verschiedene Vinyl-Langspielplatten mit Militärmusik, von denen er vor allem die Tambouren regelmässig gern hörte.
Mit 20 Jahren absolvierte er die Rekrutenschule bei den Tambouren, im Verein unterrichtete er den Nachwuchs und dirigierte während 17 Jahren im Verein. Auch heute steht er bei Bedarf noch ab und zu als Trommellehrer im Einsatz.
Neben dem Musikalischen ist für ihn das Vereinsleben ein wichtiger Bestandteil. «Ohne die Kameradschaft hätte das Trommel-Spiel nicht den gleichen Stellenwert», so Haller. Und dieser Zusammenhalt ist ihm auch wichtig im Umgang mit den Jungtambouren, die ziemlich genau die Hälfte der Mitglieder ausmachen.
Die Wettspiele
Jedes Jahr findet in der Ostschweiz ein Jungtambourenfest statt, und Näfels ist seit 1995 immer mit dabei. Haller sieht die Durchführung in Näfels, wo es das letzte Mal 1988 stattfand, als Dankeschön an die anderen Vereine im Verband.
Die Jungtambouren reisen aus den Kantonen Appenzell, Graubünden, St. Gallen, Schaffhausen, Thurgau, Zürich und Glarus an. «Diese Kantone bilden den Ostschweizerischen Tambourenverband – einer der vier Verbände in der Schweiz.
Am Samstag finden die Einzel-Wettspiele an 14 Juryplätzen in Näfels statt. Die Jungtambouren treten in drei verschiedenen Kategorien je drei Mal an und werden jeweils von je zwei Juroren bewertet. Dabei benoten sie die technische Ausführung, Dynamik und den Rhythmus.