Die Kabarett-Show, die in einen «Bundesordner» passt
Am vergangenen Samstagabend im «Kreuz» in Jona stand die Kabarett-Show «Bundesordner» an, die es seit 2008 gibt. Jeweils im Januar tut sich ein wechselndes Ensemble zusammen, um die Dossiers des vergangenen Jahres satirisch aufzuarbeiten und mit viel Witz und einer gehörigen Portion Schärfe zu den Akten zu legen. Das Programm ist ein fester Bestandteil des Casinotheaters Winterthur und geht jedes Jahr kurz auf Tournee. Am 3. Februar 2019 ist dann die Derniere in Winterthur. 2018 gewann «Bundesordner» den begehrten Swiss Comedy Award in der Kategorie «Ensemble». Aus vielen Einzelnummern zimmern die Künstlerinnen und Künstler jeweils ein abendfüllendes Gesamtkunstwerk.
Von Pierin Vincenz bis hin zur Hornkuh-Initiative
Das bekannte Ensemble «schön&gut» mit Anna-Katharina Rickert und Ralf Schlatter brachte mit fantasievollen Requisiten die zerstörte Brücke in Genua, die Flüchtlingskrise oder den schlafenden Bundesrat Schneider-Ammann mit seinen Freihandelsabkommen ins Spiel. Auch Pierin Vincenz bekam seinen Speck ab. Als Kühe verkleidet inszenierten sie gekonnt die Abstimmung zur Hornkuh-Initiative.
Laurin Buser fingerzeigte mit Alles ist digitalisiert» und «Ballade» auf Stress und Klimastress.
Rickert, 1973 in Zürich geboren, spielte als Clown im Zirkus mit und machte Strassen- und Forumtheater. Seit 2000 ist sie mit Ralf Schlatter als «schön&gut» unterwegs. Das Ensemble wurde verschiedentlich ausgezeichnet, so 2017 mit dem Schweizer Kleinkunstpreis. Ralf Schlatter, 1971 in Schaffhausen geboren, hat Germanistik und Geschichte studiert. Er ist auch als Schriftsteller tätig und schreibt fürs Radio SRF1 Hörspiele. Die beiden Komiker verstanden es mit viel Witz und Schärfe, den Abend zu gestalten.