Wildwest-Manöver auf der Autobahn bei Niederurnen
Der erste Unfall spielte sich am Dienstag um circa 8.45 Uhr auf der Autobahn A3 bei Niederurnen in Fahrtrichtung Zürich ab. Der Lenker eines dunklen Mercedes-SUV kollidierte nach der Raststätte «Glarnerland» bei starkem Regen mit der rechtsseitigen Leitplanke, drehte sich um 180 Grad und kam anschliessend in entgegengesetzter Richtung auf dem Pannenstreifen zum Stillstand. Laut Mitteilung der Kantonspolizei Glarus stieg der Fahrer aus seinem Auto und las die durch den Unfall losgerissenen Fahrzeugteile mithilfe zweier weiterer Personen von der Fahrbahn auf. Daraufhin sei er in sein Auto gestiegen, habe auf der Fahrbahn gewendet und sich von der Unfallstelle entfernt, ohne sich um den angerichteten Schaden an der Leitplanke zu kümmern.
Der Unfall wurde teilweise durch die Videokameras des Verkehrsmanagements auf der Autobahn A3 registriert, wie Polizeisprecher Richard Schmidt auf Nachfrage der «Glarner Nachrichten» erklärt. «Es handelt sich jedoch um niedrigauflösende Videobilder, womit keine Rückschlüsse auf einzelne Personen oder Fahrzeuge möglich sind.» Am Montagabend meldete sich der zunächst unbekannte Unfallfahrer nach einem Zeugenaufruf bei der Kantonspolizei Glarus. Laut Schmidt handelt es sich dabei um einen 54-Jährigen.