Auf den Spuren eines Wandermalers
«Iquidebit es qui noObis alit, ces qasdsd uptate.»
Vor etwa zwei Jahren sei er angefragt worden, ob er Interesse an einer Sonderausstellung zum in Davos geborenen Wandermaler Hans Ardüser habe, erzählt der Kurator des Heimatmuseums Davos, Peter Dalbert. «Thema war eine permanente Ausstellung.» Im Frühling 2019 nahm Dalbert das Projekt in Angriff und richtete mit zwei grossen Bildtafeln und Publikationen zu den Werken des Malers das «Ardüserstübli» im Museum ein. Am kommenden Sonntag wird es nun dem Publikum präsentiert.
Schulmeister und Maler
Wo genau in Davos das Geburtshaus des wandernden Malers, Schulmeisters und Chronisten Hans Ardüser (1557–1617) stand, ist nicht bekannt. «Vermutlich war es der Hof Ardüsch in Davos-Glaris», erklärt Dalbert. Er habe mit dem Initiator der Ausstellung, dem Ardüser-Forscher Walter Müller, nach Spuren gesucht, aber leider keine mehr gefunden. Auch in seiner Biografie, der «Rätischen Chronik», schreibe Ardüser nichts über seine Jugend. Sicher ist aber, dass er in einer kinderreichen Familie aufwuchs. Sein Vater, Hans Ardüser der Ältere, war Baumeister. Dessen handwerkliches Meisterwerk, die «Grosse Stube» im Rathaus in Davos, ist heute noch erhalten. Es war auch sein Vater, der den späteren Wandermaler schon früh in die Lateinschule nach Chur schickte. Eine schwere Zeit sei es gewesen, hielt der Sohn später fest.
Nach einem anschliessenden kurzen Studienaufenthalt in Zürich kehrte Ardüser nach Graubünden zurück und trat in Maienfeld seine erste Stelle als Schulmeister an. Er beschloss dann aber, seiner Neigung zum Malen nachzugehen und liess sich erst in Feldkirch, später als Geselle des Fassadenmalers Franz Appenzöller ausbilden.
Zu Fuss durch den Kanton
Als selbstständiger Maler arbeitete Ardüser im Winter als Schulmeister, im Sommer zog er zusammen mit seiner Frau Menga Malet aus Lantsch, die er im Jahr 1583 geheiratet hatte, zu Fuss durch den Kanton Graubünden. Die beiden führten ein ärmliches Leben voller Entbehrungen. Arbeit gab es oft wenig. Aufträge und Ausgaben hielt Ardüser minutiös in seiner Chronik fest. Im Jahr 1594 notierte er: «… wandlet uberal … unnd han nit mehr als 45 Guldi gwunnen.»