So stark wie Armon Orlik: Diese Glarner Snowboarderin trainiert mit einem Bündner Spitzen-Schwinger
Die Alpin Snowboarderin Ladina Caviezel startet morgen Samstag in die neue Snowboard-Saison. Es wird für sie die 16. sein, in der sie im Weltcup mitfährt. Seit 14 Jahren gehört Caviezel zum Nationalkader von Swiss Ski. In der neuen Saison könnte ihr Namen aber beim ersten Hinschauen für Verwirrung sorgen. Sie startet nämlich zum ersten Mal als Ladina Caviezel an einem Rennen. Bis im August dieses Jahres hiess sie noch Jenny. Nach der Hochzeit mit Snowboarder Dario Caviezel nahm die in Wangen wohnhafte Glarnerin seinen Nachnamen an. Ob man sie bereits unter dem neuen Namen kennt? «Die meisten im Weltcupzirkus haben mitbekommen, dass wir geheiratet haben. Ich denke aber, es könnte lustig werden», erzählt die 31-Jährige. Sie müsse sich aber auch selber noch dran gewöhnen, ergänzt sie schmunzelnd.
Zu Beginn der Saison wartet gleich eine weitere Premiere auf Caviezel: Die ersten beiden Weltcuprennen werden in zwei neuen Ressorts in China ausgetragen, die sie bis jetzt noch nicht kennt. Die erfahrene Snowboarderin lässt sich deshalb aber nicht aus der Ruhe bringen:«Ich mache mir darüber gar keine grossen Gedanken, es sind ja keine riesigen Überraschungen, und es geht allen gleich.»
Das Snowboard-Nationalkader mit dem «Snowboardcouple», so nennen sich Dario und Ladina Caviezel, reiste bereits früher als üblich nach China, um sich an die klimatischen Bedingungen in Asien zu gewöhnen. «Der Schnee dort ist anders. Es ist extrem trocken und recht kalt», erklärt Caviezel.
Rumtüfteln lohnt sich
Für Caviezel gilt es, in der neuen Saison dort anzuknüpfen, wo sie in der letzten Saison aufgehört hatte. Im April gewann sie an den Schweizer Meisterschaften im Riesenslalom und im Parallel-Slalom die Silbermedaille. Zuvor siegte sie bei der WM-Hauptprobe in St. Moritz.