Tibeter erschoss in Netstal seine Ex-Freundin: Am Mittwoch wird der Prozess wiederholt
Im Jahr 2021 hat ein Mann in Netstal zwei Mal auf seine Ex-Freundin geschossen und sie getötet. Am Mittwoch verhandelt das Kantonsgericht den Fall zum zweiten Mal – weil es die Verteidigerin entlassen hat.
Im Sommer 2024 hat das Glarner Kantonsgericht in einem Mordprozess nicht wie üblich Urteil gefällt, sondern die Verteidigerin des Angeklagten entlassen. Deshalb wird die Verhandlung am Mittwoch mit einer neuen Verteidigung wiederholt. Vor Gericht steht ein 31-jähriger Tibeter, der im Jahr 2021 in Netstal seine Ex-Freundin mit einer Pistole erschossen hat.
Der Tibeter lebte vor der Tat in Frankreich und hatte die Frau online kennengelernt. Daraus entwickelte sich eine Beziehung, die aber laut der Staatsanwaltschaft kurz vor der Tat in die Brüche gegangen war. Der Mann habe dies nicht akzeptieren wollen. Nach den tödlichen Schüssen hat er sich verhaften lassen und er ist seither im Gefängnis.
Es sei ein Unfall gewesen
Bei der ersten Durchführung des Prozesses im März 2024 hat die Staatsanwaltschaft beantragt, den Mann wegen Mordes zu bestrafen. Merkwürdigerweise stellte die Verteidigerin denselben Antrag, obwohl der Angeklagte ausgesagt hatte, es sei ein Unfall gewesen. Er habe mit der Waffe hantiert, und dabei hätten sich unbeabsichtigt zwei Schüsse gelöst. Er wisse nicht, weshalb sich der erste Schuss gelöst habe, und an einen zweiten könne er sich nicht erinnern. Er habe nicht die Absicht gehabt zu töten.