Abstimmungssonntag: So hat das Glarnerland entschieden
Nur gerade 37 Prozent der stimmberechtigten Glarnerinnen und Glarner haben abgestimmt. Die tiefe Stimmbeteiligung ist auch darauf zurückzuführen, dass im Glarnerland nur über die eidgenössischen Vorlagen entschieden wurde. Bei den anderen Abstimmungen im September, Juni und März war die Beteiligung höher, weil auch kantonale und kommunale Wahlen stattfanden.
Finanzierung Gesundheitswesen
Am deutlichsten fällt der Entscheid bei der einheitlichen Finanzierung der Leistungen im Gesundheitswesen aus. Rund 58 Prozent der Glarner Stimmberechtigten sprechen sich für die Vorlage aus. Je weiter man in den Süden blickt, desto mehr nimmt die Zustimmung der Vorlage ab: In Glarus Nord schrieben fast 60 Prozent der Stimmbeteiligten ein Ja auf ihren Stimmzettel, in Glarus Süd waren es noch knapp 56 Prozent.
Heute werden in der Schweiz die ambulanten und stationären Leistungen unterschiedlich finanziert. Mit der Annahme der Vorlage sollen alle Leistungen – nach Abzug der Kostenbeteiligung der Patientinnen und Patienten – zu mindestens 26,9 Prozent durch die Kantone bezahlt werden. Den restlichen Anteil sollen die Krankenkassen finanzieren.
Mietrecht: Kündigung wegen Eigenbedarf
Dem Untermieter oder der Untermieterin leichter kündigen können, wenn man vermietete Räume selber braucht: 53 Prozent der Glarnerinnen und Glarner stimmen der Eigenbedarf-Mietrechtsvorlage zu. Der Ja-Anteil liegt in der Gemeinde Glarus Süd am höchsten. 56 Prozent sprechen sich dafür aus.