Behörden drücken ein Auge zu: Diesen Sommer könnt ihr nochmals in der Bergbadi Schwändi planschen
Etwas ausserhalb von Schwändi liegt sie, die Bergbadi, die das Herz von Wasserratten höherschlagen lässt. Nicht nur wegen der Längen, welche sie im Bassin ziehen. Auch wegen der atemberaubenden Aussicht auf die Glarner Alpen.
Ein Wermutstropfen aber bleibt: Die Bergbadi Schwändi müsste streng genommen in diesem Jahr geschlossen bleiben, weil das Schwimmbad noch immer nicht über eine gesetzlich vorgeschriebene Desinfektionsanlage verfügt. Für eine solche wird Geld gesammelt, «damit unsere Bergbadi nicht baden geht», heisst es auf einem Flyer der Schwimmbadgenossenschaft.
Behörden erteilen Gnadenfrist
Dass die Bergbadi geschlossen bleibt, wollen allerdings auch die Behörden nicht. Das Gesundheitsinspektorat in Chur habe deshalb der Schwimmbadgenossenschaft gestattet, das Wasser nochmals wie bis anhin aufzubereiten, wie die Genossenschaft am Dienstag freudig mitteilt. Die Behörden knüpfen ihr Entgegenkommen allerdings an die Voraussetzung, dass eine neue Wasseraufbereitung vorangetrieben und zeitnah umgesetzt wird.
Wir wollen die Badi nicht kampflos aufgeben.»
Helen Traxel, Genossenschaft Schwimmbad Schwändi
Fest steht, dass sich die Schwändner ihre Badi nicht einfach so nehmen lassen, die junge Männer einst in Fronarbeit erstellt hatten. Gegen den Willen einiger Dorfbewohner, die damals die Sache zu verhindern versuchten. «Die Badi gibt es seit 92 Jahren. Wir wollen sie nicht kampflos aufgeben», sagt Helen Traxel, die Vizepräsidentin der Genossenschaft Schwimmbad Schwändi. Die Baueingabe für die neue Wasseraufbereitungsanlage sei gemacht.