«Extasia» bis «Terror»: Das sind die skurrilsten Glarner Kuh- und Muni-Namen
Die kantonale Herbstviehschau hat am Samstag vor einer Woche den Zaunplatz in Glarus in ein grosses «Muh»-Konzert verwandelt. Zur Klangkulisse gehört neben lüpfiger Ländlermusik auch die unzähligen Namen, die aus den Lautsprechern über den Platz hallen. Wenn da von der Kuh «Erotica» die Rede ist, die gerade in der kleinen Sägemehl-Arena steht und ihre Zuchtvorzüge der Jury präsentiert, schaut mancher Besucher irritiert drein: «Habe ich wirklich richtig gehört?» Was folgt, ist ein breites Schmunzeln.
Die Glarner Bäuerinnen und Bauern sind also nicht nur erfolgreich in der Braunviehzucht, sondern auch einfallsreich, wenn es um die Namen ihrer Tiere geht.
Heimatverbundenheit und Weltoffenheit
Ein Blick in die Ranglisten der letzten Herbstviehschauen und der Viehschau an der Landwirtschaftsausstellung Glarona 2023 auf dem Flugplatz in Mollis zeigt: Die Glarner Kühe tragen meist stolze, wohlklingende Namen. Besonders beliebt sind traditionelle weibliche Vornamen. Laura führt mit vier Vertreterinnen die Namens-Hitliste der Herbstviehschau 2025 an. Linda, Gloria und Viola folgen mit je drei Nennungen auf dem zweiten Platz. Doppelt vertreten und damit auf Platz drei sind Bambi, Bella, Hailey, Olga, Amira, Ronja, Anna, Lena, Leonie, Olma, Wanda, Verona, Diana, Wachtel und Bali.
Apropos Bali: Nicht nur Menschen, auch Orte, Regionen und Länder inspirieren bei der Namenswahl. So stehen auf den Weiden Kühe namens Albula, Leventina, Jura oder Arosa – und auch Florida, Alaska, Kenia, Kuba oder Paris haben Einzug in die Glarner Ställe gehalten. Die Glarner Züchterinnen und Züchter beweisen damit: Heimatverbundenheit und Weltoffenheit schliessen sich im Stall keineswegs aus.