Wir brauchen Klarheit, ob auch im Glarnerland PFAS-belastetes Fleisch produziert wird
Teflon ist eines dieser PFAS-Wundermaterialien. Es ist in unseren Pfannen und in imprägnierten Jacken. Doch seine Karriere als Wundermittel erinnert an jene des Asbests, das lange über sein Verbot hinaus auch im Kanton Glarus viel Leid in betroffene Familien brachte.
Seither wurden angeblich 4700 PFAS, per- und polyfluorierte Alkylverbindungen, entwickelt und verwendet und überall in der Welt verbreitet. Weil sie sehr stabil sind, werden sie kaum abgebaut, reichern sich in der Umwelt, in Lebensmitteln und zuletzt im Menschen an. «Für den Menschen stellen sie ein mögliches gesundheitliches Risiko dar», hält dazu das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen fest. Laut dessen europäischem Pendant führen die Stoffe dazu, dass nach Impfungen weniger Antikörper gebildet und damit deren Wirksamkeit reduziert ist. Hohe PFAS-Gehalte im Blut könnten sich gesundheitlich negativ auf Leber oder Nieren sowie auf das Geburtsgewicht von Babys auswirken.
Die PFAS sind uns näher als gedacht
Vor diesem Hintergrund hat der Nachbarkanton St. Gallen Ende August den Konsum von belastetem Fleisch und belasteter Milch aus betroffenen Bauernbetrieben verbieten müssen. Nun führt St. Gallen in bekannten anderen Gebieten Bodenproben und Messungen durch. Vermutete Quelle der PFAS ist der Klärschlamm, den man den Bauern bis zum Verbot von 2006 als Dünger verkauft, ja zeitweise aufgedrängt hat.
Im Glarner Boden hat es gefährliche Chemikalien – während St. Gallen handelt, wartet Glarus auf Bern