Volleyball: Glaronia erkämpft sich gegen die Schweizer Übermannschaft einen Punkt
von Peter Aebli
Für Glaronias Trainer Filip Brzezinski war die Situation herausfordernd. Stammpasseuse Mariah Mandelbaum steht weiterhin nicht zur Verfügung, und Daria Szczyrba, Topskorerin und Dominatorin im Angriff, ist angeschlagen. Der Pole hatte klare Vorstellungen: «Ich werde die Topskorerin schonen. Die Gesundheit geht vor.» An ihrer Stelle kam Michelle Egger zum Zug, die am Ende der Partie von der Neuenburger Trainerin Lauren Bertolacci zur besten Spielerin gewählt wurde.
Die Glarnerinnen begeistern
Ohne Szczyrba und Mandelbaum spielte Raiffeisen Volley Glaronia von Anfang an mit riesigem Engagement. Jede Spielerin gab alles, was sich vor allem in der Verteidigung bemerkbar machte. Aber auch am Netz zeigten die Glarnerinnen immer wieder ausgezeichnete Blocks und stoppten die gross gewachsenen Neuenburgerinnen. Viteos Neuchâtel UC, Viertelfinalist im aktuellen Europacup, wurde offensichtlich von den wirklich aufopfernd kämpfenden Glarnerinnen überrascht. Ehe sich die Gäste versahen, lag Glaronia im Startsatz schon deutlich in Führung und gab diese nicht mehr ab.
Ziel erreicht: Einen Satz geholt
Ein Satzgewinn: Damit hatten die Glarnerinnen das erreicht, was man sich auf ihrer Seite realistischerweise hatte erhoffen können. In der Folge kamen die Gäste aus Neuenburg besser ins Spiel, brillierten mit wuchtigen Angriffsschlägen über die Mittelblockerinnen und spielten so, wie man es von ihnen erwarten konnte. Glaronia hielt dagegen, geriet aber früh in Rückstand und musste Neuenburg daraufhin zwei Sätze zugestehen.