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Rumantsch Grischun bald vor Gericht?

Die Gruppe «Visiun rumantsch grischun en scola» will mit einem Rekurs verhindern, dass die Gemeindeverfassung der Val Müstair dem Rumantsch Grischun definitiv den Garaus macht.

Südostschweiz
15.03.12 - 01:00 Uhr

In der Kantonsverfassung stehe deutlich, dass die Gemeinden ihre Amts- und Schulsprache «im Zusammenwirken mit dem Kanton» zu bestimmen habe. Die Regierung lasse nun aber die Pioniergemeinden im Stich und ziehe sich mit der «Gemeindeautonomie» aus der Verantwortung. So lauten einige der Vorwürfe an die Regierung, welche die Gruppe gestern den Medien mitteilte. Mitinitiant Giancarlo Conrad führt weiter aus: «Sollte die Gemeinde von Val Müstair ihre Verfassung tatsächlich so ändern, dass Vallader als Amts- und Schulsprache festgehalten wird, verhindert dies nicht nur die Verwendung von Rumantsch Grischun, sondern auch anderer Idiome oder gar unseres Jauer.» Dies verstosse aber gegen den Sprachenschutz. Sollte die Regierung der Verfassungsänderung zustimmen, geht die Gruppe vor Gericht. (bun)

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