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Kanton lässt kleine Skigebiete in der Eurokrise allein stehen

Vielen kleinen Skigebieten geht es schlecht, aber auf die Hilfe des Kantons zählen können sie nicht, Eurokrise hin oder her.

Südostschweiz
16.10.11 - 02:00 Uhr

Von Reto Furter und Stefan Bisculm

Chur. – Zahlreiche kleinere Bündner Bergbahnunternehmen gehen schweren Zeiten entgegen. Hohe Ausgaben für neue Transport- und Beschneiungsanlagen rissen schon in guten Zeiten ein Loch in die Kassen. Die Eurokrise wird das Ringen unter den Bündner Bergbahnen in der kommenden Wintersaison jetzt aber noch einmal deutlich verstärken.

Einige kleine Bergbahnunternehmen drohen dabei unter die Räder zu geraten. Bereits jetzt kämpfen die Sportbahnen Hochwang im Schanfigg und Pradaschier bei Churwalden ums Überleben.

Auf Hilfe vom Kanton könnten die kleinen Skigebiete aber nicht zählen, sagt der Bündner Volkswirtschaftsdirektor Hansjörg Trachsel. Man richte trotz Eurokrise «keine Nothilfe» für Skigebiete aus, denn damit drohe die Gefahr, dass man bestehende, oftmals hinderliche Strukturen im Bündner Tourismus zementiere, so Trachsel.

Einen Ausweg sieht Trachsel darin, dass das Wirtschaftsentwicklungsgesetz, welches derzeit in Revision ist, angepasst wird. So sei es nach der Revision «eventuell möglich», auch kleinen Bergbahnunternehmungen ohne regionale volkswirtschaftliche Bedeutung finanziell unter die Arme zu greifen. Offen bleibe aber, ob das überhaupt Aufgabe des Kantons sei, so Trachsel.

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