Jungpolitiker setzen Kirchen unter Druck
Die Bündner Jungfreisinnigen sind in den Bannstrahl der Landeskirchen geraten. Und zwar, weil diese die Kirchensteuern für Firmen abschaffen wollen.
Die Bündner Jungfreisinnigen sind in den Bannstrahl der Landeskirchen geraten. Und zwar, weil diese die Kirchensteuern für Firmen abschaffen wollen.
Von Dario Morandi
Chur. – Die Bündner Jungfreisinnigen haben ein heisses Eisen angepackt. Mit einer Verfassungsänderung wollen sie erreichen, dass Unternehmen im Kanton Graubünden künftig keine Kirchensteuern mehr entrichten müssen. Die Unterschriftensammlung für die entsprechende Volksinitiative ist momentan im Gang, und die Jungfreisinnigen sind überzeugt davon, dass sie auch zustande kommt.
Bei den Landeskirchen herrscht wegen der Initiative jetzt so etwas wie Alarmstufe Rot. Thomas Gottschall, Dekan der Evangelisch-reformierten Landeskirche, befürchtet bei einer Annahme der Volksinitiative Schlimmes: «Den Kirchen wird das Geld ausgehen», prognostiziert er. Und er sieht durch das Begehren zumindest indirekt gar den Religionsfrieden gefährdet. Er kündigt Widerstand gegen die Initiative an. Gleiches gilt für die Katholische Landeskirche: Auch sie wird sich zur Wehr setzen, wie Verwaltungskommissionsmitglied Martino Righetti erklärt.
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