Gut (auf)gerüstet in die Wintersaison
Die Bündner Bergbahnen steigen mit viel Zuversicht in die neue Wintersaison. Die starken Schneefälle der letzten Tage animieren einige, den Betrieb schon morgen Samstag aufzunehmen.
Die Bündner Bergbahnen steigen mit viel Zuversicht in die neue Wintersaison. Die starken Schneefälle der letzten Tage animieren einige, den Betrieb schon morgen Samstag aufzunehmen.
Von Christian Buxhofer
Wie die Hotellerie steht auch die Bergbahnbranche vor einer schwierigen Wintersaison. Der schwache Euro könnte dazu führen, dass viele Stammgäste aus Euro-Ländern auf ihre traditionellen Winterferien verzichten oder diese verkürzen. Eine weitere Unsicherheit und Schwierigkeit stellen die späten Ostern (Karfreitag am 22. April) dar. Eine derart lange Wintersaison führt zu extrem hohen Betriebskosten, die mit den geringen Einnahmen zwischen Mitte März bis zur Karwoche kaum gedeckt werden können. Trotzdem sind die Bergbahnen zuversichtlich, da letztlich die Schnee- und Wetterverhältnisse die entscheidendsten Faktoren sein werden.
Hohe Investitionen
Die Zuversicht zeigt sich auch an den hohen Investitionen, die im letzten halben Jahr von vielen Bergbahnen in Graubünden getätigt worden sind. Insgesamt wurden weit über 100 Millionen Franken in die Erneuerung der Wintersportanlagen in Graubünden investiert. So haben beispielsweise die Bergbahnen Lenzerheide 25 Millionen Franken für die neue Gondelbahn Canols-Scharmoin auf den Tisch geblättert. Die Parsennbahnen investierten 17 Millionen Franken, Ischgl/Samnaun 14 Millionen Franken und Splügen, Arosa und Ftan je 8 bis 9 Mio. Franken in neue Anlagen. Hohe Investitionen wurden auch in verschiedenen Regionen, beispielsweise in Obersaxen, in Beschneiungsanlagen getätigt.
Kleine schliessen vor Ostern
Wegen der späten Ostertage werden laut Marcus Gschwend, Geschäftsführer der Bergbahnen Graubünden, vor allem kleinere Gesellschaften ihren Betrieb bereits Ende März einstellen. Geplant haben dies unter anderem Bergün, Brambrüesch, Feldis, Grüsch, Hochwang, Pradaschier, Sarn, Tschappina, Tschiertschen und Zuoz. Vals und Splügen werden am ersten April-Wochenende noch offen haben, und in Obersaxen-Mundaun sollen die Anlagen bis 10. April laufen.
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