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Der neue Boss in Elm setzt weiter auf den Alleingang

Die Sportbahnen Elm halten auch unter Hansjürg Rhyner wenig von Zusammenarbeit im Tourismus. Der neuen Werbe-offensive des Kantons steht Rhyner skeptisch gegenüber.

Südostschweiz
13.11.11 - 01:00 Uhr

Elm. – Das Geld liegt für die Sportbahnen Elm nicht auf der Strasse. Im Geschäftsjahr 2010/11 hat sie nur eine schwarze Null erwirtschaftet. Die knappen Mittel will der neue Verwaltungsratspräsident Hansjürg Rhyner gezielt in die Werbung für die eigene Destination stecken und nicht in eine Marke «Glarnerland». Kantonsmarketing sei Sache des Kantons und nicht der Tourismusdestinationen, erklärt er im Interview mit der «Südostschweiz am Sonntag». Er bezweifle aber, dass der Kanton die Tourismuswerbung mit eigenen Angestellten effizient betreiben könne.

Hansjürg Rhyner führt damit die Politik seines Vorgängers und Vaters Kaspar Rhyner fort. Dieser hat vier Jahrzehnte lang darauf gesetzt, Elm im Alleingang zu entwickeln.

Kein Friede auf der Bischofalp

Der Wechsel im Präsidium der Sportbahnen führe nicht zu einer neuen Ausrichtung, so Rhyner. Denn sein Vater habe nicht alleine agiert, sondern sei vom ganzen Verwaltungsrat getragen worden.

Dies gilt auch für die Ablehnung des Projektes für ein Restaurant auf der Bischofalp. Wenn diese Konkurrenz für die eigenen Gaststätten gebaut würde, werde man den Betrieb der Bahn im Sommer einstellen, so Hansjürg Rhyner. (df)

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