Den Kirchen droht Millioneneinbusse
Eine Initiative der Bündner Jungfreisinnigen lässt beide Landeskirchen zittern. Sie hätte eine Einbusse von zehn Millionen Franken zur Folge.
Eine Initiative der Bündner Jungfreisinnigen lässt beide Landeskirchen zittern. Sie hätte eine Einbusse von zehn Millionen Franken zur Folge.
Von Enrico Söllmann
Chur. – Die juristischen Personen in Graubünden sollen künftig keine Kirchensteuer mehr bezahlen müssen. Ein entsprechendes Volksbegehren lanciert der Jungfreisinn Ende August. Schafft die Partei es, innerhalb eines Jahres 4000 gültige Unterschriften zu sammeln, wird das Anliegen dem Bündner Stimmvolk vorgelegt.
Weitreichende Konsequenzen
Die Evangelisch-reformierte und die Katholische Landeskirche müssten bei einer Annahme der Initiative auf viel Geld verzichten, geben doch die juristischen Personen im Kanton jährlich über zehn Millionen Franken an Kirchensteuern ab. Bei der Katholischen Landeskirche fällt das noch schwerer ins Gewicht als bei der Evangelisch-reformierten. Die Kasse der Katholiken wäre auf einen Schlag leer, die Protestanten würden gut die Hälfte ihrer Gesamteinnahmen verlieren.
Dies hätte weitreichende Konsequenzen, wie bei den beiden Landeskirchen betont wird. Unter anderem werden die Steuergelder der Unternehmen für Renovationen von Kirchen verwendet, aber auch Geld für soziale Einrichtungen würde auf einen Schlag fehlen.
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