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Vorerst wohl kein Maximalausbau zwischen Andermatt und Sedrun

Beim geplanten Ausbau des Skigebietes zwischen Andermatt und Sedrun wird vorerst wohl nicht die Maximalvariante realisiert. Ausschlaggebend wird sein, mit wie viel Geld die öffentliche Hand sich an dem Projekt beteiligt.

Südostschweiz
21.09.11 - 15:50 Uhr

Andermatt. – Zurzeit liegt der Plan für den Ausbau des Skigebietes Andermatt-Sedrun öffentlich auf. Das Projekt sieht unter anderem 18 Liftanlagen und Bahnen vor. Die Gesamtkosten werden auf über 200 Millionen Franken veranschlagt. Wie hoch der Beitrag der öffentlichen Hand ausfallen wird, steht noch nicht fest.

Betrieben werden soll das Skigebiet von der Andermatt Surselva Sportbahnen (ASS). Die heutigen Andermatt Gotthard Sportbahnen AG (AGS) und die Sedrun Bergbahnen AG (SB) sollen in dieser neuen von der schwedischen Skistar AB und der Sawiris-Firma Andermatt Swiss Alps gegründeten Firma aufgehen.

Forderungen unrealistisch

Doch nun scheint das Projekt gefährdet, zumindest in der angestrebten Maximalvariante, wie Berichten der «Neuen Urner Zeitung» und des «Urner Wochenblattes» von heute Mittwoch zu entnehmen ist. Unter anderem ist die Rede von einem möglichen Absprung der schwedischen Skistar.

Gefahr erwächst dem Projekt durch zu hohe Erwartungen an die öffentliche Hand. Die ASS erwartet bis zu 88 Millionen Franken über die Neue Regionalpolitik (NRP). Diese Summe dürfte zu hoch liegen und politisch schwierig durchzusetzen sein, wie Franz Steinegger, Verwaltungsratspräsident der AGS, bestätigt.

«Die Vision stellt niemand in Frage», so Steinegger, «die ist auch im Richtplan so enthalten.» Allerdings könne man nicht einfach den Richtplan als Businessplan umsetzen. Die AGS habe deshalb von Anfang an Vorbehalte gehabt. «Das haben jetzt auch die andern Partner eingesehen.»

Partner gehen über die Bücher

Nach Steineggers Einschätzung besteht die Bereitschaft zur Etappierung des Projektes. Die Partner wollten das Projekt noch einmal anschauen mit verlässlichen Zahlen. Eine akute Gefahr für den Ausstieg von Skistar besteht laut Steinegger nicht. «Aber Skistar ist ein börsenkotiertes Unternehmen und kommt nicht nach Uri, um Geschenke zu machen.»

Auch der Urner Volkswirtschaftsdirektor Isidor Baumann bestätigt diese Einschätzung. Von einem allfälligen Ausstieg von Skistar habe er bei dem jüngsten Treffen nichts gespürt. Es sei auch durchaus legitim, wenn der Investor ein Maximal-Szenario ausarbeite und berechne, wie viel Geld er benötige.

Nun gehe es darum, das Projekt auf Bedürfnisse, Wirtschaftlichkeit und Tragfähigkeit zu überprüfen, so Regierungsrat Baumann. Möglicherweise resultiere dann ein Projekt mit Investitionen von lediglich 120 oder 150 Millionen Franken. «In diesem Prozess stecken wir nun, zusammen mit den Partnern.»

Wind aus den Segeln nehmen

Eine Redimensionierung des Projekts könnte möglicherweise auch zur Lösung eines anderen Problems beitragen und den Umweltverbänden den Wind aus den Segeln nehmen. Die haben nämlich im Rahmen der öffentlichen Planauflage hinsichtlich der Umweltverträglichkeit Einsprachen angekündigt. (sda)

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