Repower erwartet weiter schwierige Bedingungen

Der Bündner Energiekonzern Repower hat im ersten Halbjahr 2012 einen Gewinneinbruch um 37 Prozent auf 20 Millionen Franken hinnehmen müssen. Repower orientierte am Dienstag auch über den Stand der Dinge der verschiedenen Projekte.

Kurt Bobst, CEO von Repower.

Bild: Yanik Bürkli

Poschiavo. – Der Umsatz belief sich auf 1,17 Milliarden Franken, ein Rückgang um fünf Prozent verglichen mit dem ersten Halbjahr 2011. Repower setzte dabei sechs Prozent mehr Strom und 15 Prozent mehr Gas ab («suedostschweiz.ch berichtete»).

Brunsbüttel ist vom Tisch

Repower orientierte am Dienstag auch über den Stand der Dinge der verschiedenen Projekte: Endgültig vom Tisch ist das umstrittene Steinkohlekraftwerk Brunsbüttel in Norddeutschland. Der Konzern schrieb seine Beteiligung von sieben Millionen Franken schon per Ende 2011 mit einer Wertberichtigung ab.

Von einem Ausstieg aus dem Grossprojekt wollte Konzernchef Kurt Bobst bei der Präsentation des letzten Jahresabschlusses noch nicht reden. Nun vermeldet Repower: Auch die Projektinitiantin SüdWestStrom habe entschieden, die Planungsarbeiten einzustellen. Die nötigen Schritte zur Liquidierung der Projektgesellschaft seien eingeleitet worden.

Zusicherung erhalten

Am Ball bleibt Repower am ebenfalls umstrittenen Steinkohlekraftwerk im süditalienischen Saline Joniche. Das Projekt habe vom italienischen Ministerrat die Zusicherung der Umweltverträglichkeit erhalten. Damit könnten die weiteren Bewilligungsarbeiten eingeleitet werden, vermeldet Repower.

Der Energiekonzern erwartet in der zweiten Hälfte dieses Jahres weiter schwierige Bedingungen. Der Betriebsgewinn werde unter jenem von 2011 liegen, ebenso der Gruppengewinn. Gründe dafür seien höhere Steuern in Italien, Wechselkurs-Verluste und Verluste auf Zinssatzswaps. (sda)

  • Quelle: suedostschweiz.ch
  • Datum: 21.08.2012, 14:00 Uhr
  • Webcode: 2607907
 

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