Megatrends und ein Buch für Bündner Touristiker
Bündner Touristiker erhalten erstmals ein Praxishandbuch, das ihnen helfen soll, die für sie richtige Strategie zu finden. Letztlich sollen damit mehr Gäste angelockt werden.
Bündner Touristiker erhalten erstmals ein Praxishandbuch, das ihnen helfen soll, die für sie richtige Strategie zu finden. Letztlich sollen damit mehr Gäste angelockt werden.
Chur. – Was sind die Trends der Zukunft und wie beeinflussen sie die Qualitätsanforderungen an den Bündner Tourismus? Was können Gemeinden, Tourismusorganisationen, Hotel- und Restaurantbetreiber oder auch Bergbahnen unternehmen, um den gesteigerten Ansprüchen der Gäste gerecht zu werden? Wie muss sich die Tourismusbranche aufstellen und verändern, um Gäste überhaupt erreichen zu können?
Diesen Fragen sind Vertreter des Qualitätsprogramms Graubünden und des Zukunftsinstituts GmbH in Wien und in München im Auftrag des Amts für Wirtschaft und Tourismus nachgegangen. Inzwischen liegt das Resultat vor: eine Sekundäranalyse. Um diese für Praktiker anwendbar zu machen, ist die Quintessenz in einem Praxishandbuch zusammengefasst worden. Am Mittwoch ist das Buch unter dem Namen «Die Zukunft der Qualität im Tourismus» erschienen.
Selber testen und reflektieren
Das Handbuch nennt elf Megatrends, darunter «Silver Society». Die Lebenserwartung steige stetig, und zum Älterwerden, heisst es im 28-seitigen Handbuch, geselle sich das «Down-aging». «Wir werden nicht nur älter, sondern auch später alt.» Auch wird «Female Shift» genannt: Stärken wie Empathiefähigkeit und Kommunikation seien wertvoller denn je. Die Gesellschaft erlebe sowohl eine Emanzipation der Frauen wie auch eine «Verweiblichung» aller Strukturebenen.»
Was das für Touristiker konkret bedeutet und wie sie auf die Megatrends reagieren können, erfahren sie auf spielerische Art und Weise. Mittels Schnelltest können die Praktiker überprüfen, ob sie die Trends oder Teilaspekte davon bereits berücksichtigen. Praxisbeispiele zeigen auf, wo die genanten Trends in der Schweiz oder im Ausland bereits umgesetzt werden. In insgesamt neun Arbeitskapiteln, die sich an der Reisedienstleistungskette orientieren, können die Teilnehmer ihre Arbeit reflektieren und sich von Umsetzungsideen inspirieren lassen. Ziel des Handbuches: Die Unternehmen sollen die für sie richtige Strategie finden.
Nachschlagwerk und Anlaufstelle
Laut Projektleiterin Felicia Montalta ist das Handbuch in Graubünden einzigartig. Dieses könne als Nachschlagwerk, als Anlaufstelle für touristische Fragen fungieren. Das Handbuch sei aber nicht als abgeschlossen zu betrachten. «Das Buch soll zum Weiterdenken und Kreativwerden ermuntern», so Montalta. (tja)
Das Handbuch und die Sekundäranalyse sind unter www.quaelitaet-gr.ch abrufbar. Gedruckte Exemplare können unter info@qualitaet-gr.ch bestellt werden.
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