Grösster Feind der Luxushotellerie: Der Franken
Die Luxushotellerie leidet unter dem harten Franken, weil sie oft mit Fremdwährungen abrechnen muss. Das erklärt Peter P. Tschirky, der Geschäftsleitungsvorsitzende des Grand Resorts Bad Ragaz.
Die Luxushotellerie leidet unter dem harten Franken, weil sie oft mit Fremdwährungen abrechnen muss. Das erklärt Peter P. Tschirky, der Geschäftsleitungsvorsitzende des Grand Resorts Bad Ragaz.
Bad Ragaz. – Seit acht Jahren ist Peter P. Tschirky Vorsitzender der Geschäftsleitung des Grand Resorts Bad Ragaz. Im Interview der Woche spricht er unter anderem über das Wechselkursproblem, das auch der Luxushotellerie arg zu schaffen mache.
«Die Frankenstärke ist in der Öffentlichkeit und in der Wirtschaft kaum ein Thema», ist Tschirky erstaunt. Man spreche lieber über Verschuldung, Deflation, Inflation oder über Steuern und Abgaben. «Dabei ist der Schweizer Franken unser grösster Feind, den wir haben. Das ist nicht einfach Behauptung meinerseits», bekräftigt Tschirky. Belegungszahlen würden dies klar belegen.
Zustand der Hotellerie nicht über alle Zweifel erhaben
Viele in der Branche hätten im Weiteren ihre Hausaufgaben nicht gemacht. «Investitionen und Innovationen wurden teilweise verschlafen oder sogar bewusst vernachlässigt.»
Deshalb leide die Branche. «Wenn wir das Steuer nicht herumreissen, ergeht es auch der gehobenen Ferienhotellerie wie der Schweizer Textilindustrie: Sie wird, trotz ausgezeichneter Produkte, von der Bildfläche veschwinden», sagt Tschirky. (so)
Das Interview der Woche am Samstag in der «Südostschweiz».
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