Die Wetterkapriolen ruinieren die Ferienorte

Die Wintersportorte leiden ­unter dem Schneemangel. Für Tourismusexperten steht deshalb fest: Die Destinationen müssen die Saison ausweiten.

«Ein Ferienort der sich ausschliesslich auf die Wintersaison beschränkt, ist nicht lebensfähig», sagt ein Tourismusprofessor.

Bild: SLF

Chur. – Milde Temperaturen, wenig oder gar kein Schnee sind zu dieser Jahreszeit schon fast normal. Aber weil die Wintersaison in den bekannten Winterkurorten traditionell Ende November beginnt, müssen Berg­bahnen den geplanten Saisonauftakt immer öfter in den Dezember hinein verschieben. Das hat zur Folge, dass Gäste ihre Hotelbuchungen stornieren und finanzielle Einbussen schon Anfang Winter programmiert sind.

Ganzjahrestourismus zum Überleben

Tourismusexperten sind sich dseshalb einig: Wintersportorte, die sich nur auf die Wintersaison konzentrieren, werden es in Zukunft schwer haben. Gieri Spescha von Graubünden Ferien formuliert es so: «Das mittelfristige Ziel unserer Ferienorte muss sein, übers ganze Jahr Gäste zu empfangen.»

Noch ­härter drückt es Christian Laesser, Professor für Tourismus und Dienstleistungsmanagment an der Univer­sität St. Gallen aus. Er sagt: «Ein ­Fe­rienort der sich ausschliesslich auf die Wintersaison beschränkt, ist nicht lebensfähig.» (hap)

  • Quelle: suedostschweiz.ch
  • Datum: 24.11.2011, 07:30 Uhr
  • Webcode: 1303796

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