Das grosse Zittern im Bündner Tourismus
Im Bündner Tourismus herrscht Alarmstufe rot: Wegen der Eurokrise wird während der kommenden Wintersaison mit empfindlichen Umsatzeinbussen gerechnet.
Im Bündner Tourismus herrscht Alarmstufe rot: Wegen der Eurokrise wird während der kommenden Wintersaison mit empfindlichen Umsatzeinbussen gerechnet.
Chur. – Silvio Schmid, Präsident der Bündner Bergbahnen, spricht im Gespräch mit der «Südostschweiz» Klartext: Es werde einen Einbruch von bis zu zehn Prozent geben, sagt er. Aus diesem Grund könne er sich bei den Bergbahnen befristete Preissenkungen und Anpassungen bei den Angeboten durchaus vorstellen.
Kritik übt der Präsident des Branchenverbandes an der Politik: Diese habe es versäumt, kurzfristig Massnahmen gegen die Währungsprobleme zu ergreifen. Konkret nennt er die von den eidgenössischen Räten knapp abgelehnte Senkung des Mehrwertsteuersatzes für die Hotellerie und das Gastgewerbe. «Das hätte der Tourismusbranche kurzfristig geholfen», meint Schmid.
Keine Bündner Unterstützung aus Bern
Für ihn ist es unverständlich, dass auch der Bündner FDP-Nationalrat Tarzisius Caviezel dagegen gestimmt hat. Als Branchenverband betreibe Bergbahnen Graubünden zwar keine Parteipolitik. «Aber wir sind grundsätzlich der Meinung, dass die Bündnerinnen und Bündner Leute nach Bern schicken sollten, die dort für die Interessen des Kantons Graubünden einstehen», betont Schmid. (mo)
Mehr in der «Südostschweiz» vom Samstag.
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