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Grischelectra setzt 12,5 Prozent weniger Strom ab

Im Geschäftsjahr 2015/16 hat die Grischelectra AG rund 595 Millionen Kilowattstunden abgesetzt. Das sind rund 12,5 Prozent weniger als im Vorjahr. Dennoch hat die öffentliche Hand von der Grischelectra AG als Erfolgsbeteiligung Einnahmen von knapp 4,8 Millionen Franken erhalten. Dies wurde an der heutigen Generalversammlung im Saal des Grossen Rates in Chur bekannt gegeben.

Generalversammlung der Grischelectra AG am 21. März 2016. Im Bild (von links): Not Carl (Konzessionsgemeinden), Fadri Ramming (Sekretär RKGK), Ständerat Stefan Engler (Grischelectra) und Regierungsrat Mario Cavigelli. Bild Olivia Item

595 Gigawattstunden hat die Grischelectra AG im Geschäftsjahr 2015/16 abgesetzt. Das sind 87,3 Gigawattstunden weniger als noch im Vorjahr. Damit liegt die gesamthaft eingebrachte Energie rund vier Prozent unter dem durchschnittlich erwarteten Wert. Daraus resultiert die Gesamtleistung für diese Energie, die 33,1 Millionen Franken beträgt.

Die an die Konzessionsgemeinde der Engadiner Kraftwerke AG, die Gemeinde Mesocco sowie den Kanton ausbezahlte Erfolgsbeteiligung hat sich im Geschäftsjahr 2015/16 gesamthaft auf knapp 4,8 Millionen Franken (im Vorjahr knapp 5,5 Millionen Franken) belaufen. Per 1. Oktober 2016 wird das sogenannte Aufgeld aufgrund einer stark veränderten Marktlage auf das vertragliche Minimum von 0.4 Rappen pro Kilowattstunde reduziert. Die durchschnitllichen Produktionskosten sind im Vergleich zum Vorjahr um 0.53 Rappen pro Kilowattstunde respektive um 10,41 Prozent auf 5,57 Rappen pro Kilowattstunde angestiegen. Diese Zunahme ist darauf  zurückzuführen, dass die Gesamtkosten der GEAG-Energie weniger stark abnahmen, als die eingebrachte Energiemenge. Dennoch lagen die Produktionskosten des Jahres 2015/16 unter dem langjährigen Durchschnitt von 6,47 Rappen pro Kilowattstunde. Die Finanzkontrolle des Kantons Graubünden wurde an der Generalversammlung zudem für drei weitere Jahre als Revisionsstelle der Grischelectra AG gewählt.

Für Stefan Engeler, Ständerat und Präsident des Verwaltungsrates der Grischelectra AG, hat der Beitrag der Wasserkraft zur Sicherung der Versorgungssicherheit und zur Minderung der Auslandabhängigkeit einen Preis und gehört honoriert. Die Wasserkraftwerke müssten wieder konkurrenzfähig werden. Dabei genüge es nicht, sie durch Subventionen mehr oder weniger gut über die Runden zu bringen, sie müssen vielmehr in der Lage sein, die nötigen Investitionen zu stemmen.

An der Generalversammlung hat Jörg Huwyler, Leiter Division Hydroenergie der Axpo Power AG, zum Theam «Wasserkraft – ein Auslaufmodell?» referiert. Dabei hat er aufgezeigt, warum die Wasserkraft momentan wirtschaftlich gesehen in einer schwierigen Situation ist. Aufgrund von verschiedenen Szenarien hat er weiter beleuchtet, wie sich der Strompreis in Zukunft entwickeln könnte. Eines ist sicher, der Strompreis wird wieder steigen. Die Frage ist nur ab wann und auf welchen Wert. In einem weiteren Teil des Referats kam dann ganz klar zum Vorschein, dass ein Wasserkraftwerk nach dem Ablauf der Konzession gegenüber allen anderen Stromproduktionsarten selbst ohne monetäre Berücksichtigung der dauernden Verfügbarkeit klare Kostenvorteile aufweist. Auch zur Pumpspeicherung hat sich Jörg Huwyler geäussert. Diese bleibe aus wirtschaftlicher Sicht ebenfalls klar eine Option.

Die Grischelectra AG ist eine rechtlich selbstständige Elektrizitätsgesellschaft, deren Aktionäre sich in A-Partner und B-Partner aufteilen. Die A-Aktionäre, die sich aus dem Kanton Graubünden, Bündner Gemeinden, Bündner Kraftwerksgesellschaften, der Bündner Industrie mit hohem Energieverbrauch sowie aus der Rhätische Bahn AG zusammensetzen, sind am Aktienkapital der Gesellschaft mit 70 Prozent und die energieverwertenden B-Partner Repower AG, vormals Rätia Energie AG bzw. Kraftwerke Brusio AG, sowie Axpo Trading AG, vormals Elektrizitäts-Gesellschaft Laufenburg AG, sind mit 30 Prozent beteiligt.

Mit der Gründung der Grischelectra AG im Jahre 1978 wurde unter anderem die Nutzung der von den Bündner Gemeinden und vom Kanton Graubünden eingebrachten Energie bezweckt. (gej)

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