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Ein Winter zum Vergessen

Die Bündner Bergbahnen nagen an den Ergebnissen des vergangenen Geschäftsjahres. Anspruchsvolle wirtschaftliche Rahmenbedingungen und ungünstige Witterungsverhältnisse zum Wintersaisonstart reissen rote Löcher in die Kassen. Einige Beispiele – ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

Südostschweiz
29.09.16 - 12:00 Uhr
La Quotidiana

Die Weisse Arena Gruppe hat ein miserables Geschäftsjahr hinter sich. Die grösste Bündner Bergbahn ist erstmals in ihrer Geschichte in die roten Zahlen gerutscht. Das Defizit beträgt etwas über eine Million Franken bei einem Gruppenumsatz von 88,8 Millionen Franken. Über fünf Prozent weniger Ersteintritte sorgten verglichen mit dem Vorjahr für ein Minus von 1,1 Prozent oder 1,1 Millionen Franken.

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Die Lenzerheide Bergbahnen AG hat das letzte Geschäftsjahr mit einem Verlust von rund einer halben Million Franken abgeschlossen. Zwar konnte der Ertrag im Sommer 2015 um 5,1 Prozent gesteigert werden. Im Winter 2015/16 verzeichneten die Bergbahnen dann sowohl einen Rückgang des Verkehrsertrags (-8,8 Prozent) als auch der Ersteintritte (-3,3 Prozent). Die bedeutet einen erstmaligen Verlust von 550‘000 Franken. Auf der Heide reichen zwei Spitzentage im Winter, um die gleich hohen Einnahmen wie im ganzen Sommer zu erzielen.

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Auch bei den Arosa Bergbahnen Arosa AG ging der Umsatz zurück; um 9,9 Prozent oder 2,7 Millionen Franken auf 24,28 Millionen Franken. Die Bergbahnen titelten ihre Medienmitteilung zum Geschäftsjahr entsprechend mit « ein Winter zum Vergessen».

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Auch der Sportbahnen Vals AG hat der fehlende Schnee in der Wintersaison 2015/2016 arg zugesetzt. Erst zwei Betriebskredite der Gemeinde in der Höhe von 500‘000 und 800‘000 Franken in den letzten beiden Jahren haben der Bahn das Überleben gesichert. Am Ende des Geschäftsjahres 2015/16 resultierte schliesslich ein Jahresverlust von 130‘000 Franken.

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Auch die Engadin St. Moritz Mountains AG litt zuletzt. Zum Vergleich musse das Geschäftsjahr 2014/15 herangezogen werden, das im vergangenen Oktober endete. In diesem Berichtsjahr konnte der Verkehrsertrag minimal um 1,6 Prozent gesteigert werden. Diese Ertragssteigerung wurde durch den Rückgang in der Gastronomie um 713'000 Franken aber mehr als wettgemacht. So dass sich der netto Betriebsertrag um drei Prozent reduzierte.

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Bei den Bergbahnen Disentis AG belief sich der Nettoerlös auf fünf Millionen Franken. Das entspricht im Vergleich zum Vorjahr einem Verlust von einer Million Franken.

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Schlecht erging es im Geschäftsjahr 2015/16 auch den Bergbahnen Brigels Waltensburg Andiast. So sank der Ertrag im Berichtsjahr im Vergleich zur Saision 2014/15 um 600'000 Franken.

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