Oberalp-Arena unter Beschuss
Das 200 Millionen Franken teure Projekt für eine gemeinsame Skiarena am Oberalp wird heftig kritisiert: Umweltverbände und der Schweizer Alpen-Club sehen irreversible Schäden an der Natur.
Das 200 Millionen Franken teure Projekt für eine gemeinsame Skiarena am Oberalp wird heftig kritisiert: Umweltverbände und der Schweizer Alpen-Club sehen irreversible Schäden an der Natur.
Sedrun/Andermatt. – Die Pläne des ägyptischen Investors Samih Sawiris, die Skigebiete am Oberalp auf Urner und auf Bündner Boden zusammenzuschliessen, gehen Umweltschützern und Alpinisten viel zu weit. Umweltverbände und der Schweizer Alpen-Club (SAC) haben im Rahmen des soeben abgelaufenen Mitwirkungsverfahrens zur Raumplanung grosse Bedenken angemeldet.
Mit einer einfachen Bahnverbindung zwischen den Skigebieten könnten sich die Organisationen einverstanden erklären, nicht aber mit einer flächendeckenden Erschliessung. Befürchtet wird eine nicht mehr zu behebende Schädigung der Natur durch Bahnbauten, Pistenplanierungen und Gastronomiebetriebe.
Verlangt werden deshalb ein abgespecktes Projekt und ein Verzicht auf die Erschliessung des St.-Anna-Gletschers westlich des Gemsstocks. Pro Natura Graubünden wird ausserdem den Plan der Touristiker bekämpfen, neben dem bereits erstellten Leuchtturm auch noch ein Rheinschiff auf die Passhöhe zu bringen. (han)
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