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Mithilfe der Calanda-Wölfe ist gefragt

Die diesjährige Sonderjagd ist am Sonntag zu Ende gegangen. In vielen Regionen konnten die Abschusspläne erreicht werden. In der Calanda-Region sollen zudem die Wölfe die Aufgabe der Sonderjäger übernehmen.

Südostschweiz
16.12.13 - 21:46 Uhr

Chur. – Seit Sonntag ist die Sonderjagd 2013 Geschichte. Ausgewertet ist sie jedoch noch nicht. «Wir werden am Donnerstag die detaillierten Zahlen bekannt geben», sagte am Montag Georg Brosi, Leiter des Amts für Jagd und Fischerei Graubünden (AJF). Wie jedoch aus dem vom AJF am letzten Wochenende im Internet publizierten Plan zu entnehmen ist, konnten die geforderten Abschüsse dieses Jahr in vielen Regionen erreicht werden. Im ganzen Kanton sollten die Sonderjäger zwischen dem 9. November und dem 15. Dezember 1282 Hirsche und 308 Rehe erlegen.

Wölfe statt Sonderjäger

Gar nicht geöffnet worden war die Sonderjagd in der Region Tamins bis Untervaz. «Hier erfolgte die Zuwanderung der Hirsche von St. Gallen her sehr spät und ist auch jetzt noch im Gange», erklärte Jagdinspektor Brosi. Zudem hat auch das Calanda-Wolfsrudel den Entscheid beeinflusst, dieses Gebiet nicht für die Sonderjagd freizugeben. Brosi bemerkt dazu nur soviel: «Der Hirschbestand wird in dieser Region durch die Wölfe sehr gut geregelt.» Der Abschussplan sah für das Gebiet um den Calanda 32 Hirsche vor.

Mit Einschränkungen noch freigegeben war am vergangenen Wochenende die Jagd auf Hirschwild in den Regionen Mesolcina-Calanca und Vorderprättigau sowie in der Teilregion Chur–Ems–Churwalden.

Zu wenig Rehe erlegt

Kantonsweit bereits abgeschlossen war schon vor dem letzten Jagdwochenende die Sonderjagd auf Rehe. Bei dieser Tierart fehlen gegenüber dem Abschussplan laut Internetpublikation des AJF rund 70 Tiere. So wurde etwa das Soll im Puschlav um rund 27 Rehe verfehlt, in der Teilregion Domleschg um 15 und in Davos um 14. (pl)

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