Höhenfeuer gegen Olympische Spiele im Alpenraum

In der Nacht auf Sonntag haben 30 Höhenfeuer im Alpenraum für eine nachhaltige Zukunft der Alpen gebrannt. Heuer stehen die Höhenfeuer im Zeichen des Widerstandes gegen weitere Kandidaturen für Olympische Winterspiele in den Alpen, wie der Verein CIPRA Schweiz kürzlich mitteilte.

Das Höhenfeuer auf dem Berninapass läuft unter dem Motto "Sorge tragen zur Gebirgslandschaft, allgemein zur Natur!"

Bild: Giorgio Biffi

Bern. – Das wird den Kanton Graubünden nicht freuen. Am Donnerstag entschied nämlich der Exekutivrat von Swiss Olympic, Davos und St. Moritz als mögliche Austragungsorte für die Olympischen Winterspiele 2022 ins Auge zu fassen. Ob sich die Schweiz tatsächlich um die Spiele bewerben wird, wird indes erst im April 2012 entschieden.

Für die CIPRA bleiben «weisse Spiele ohne Olympia-Gigantismus ein Träumli». Bevor sich die Regeln des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) nicht änderten, bevor die Vertragsgestaltungen nicht transparent würden und bevor das IOC seine Forderungen nicht begrenze, könne über eine weitere Bewerbung im Alpenraum nicht seriös diskutiert werden.

Ein Zeichen setzen

Mit den Höhenfeuern wird seit 1988 jeweils am zweiten August-Wochenende alljährlich ein Zeichen gesetzt für die Erhaltung des natürlichen und kulturellen Erbes des Alpenraumes sowie gegen die Zerstörung des Ökosystems Alpen. Im Kanton Graubünden brannten auf dem Berninapass, auf dem Piz Val Gronda und auf dem Piz Aela Höhenfeuer. Weitere Informationen zu «Feuer in den Alpen» sind unter http://www.feuerindenalpen.com abrufbar. (sda)

  • Quelle: suedostschweiz.ch
  • Datum: 15.08.2011, 14:00 Uhr
  • Webcode: 1244449

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