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65 Prozent haben Angst vor dem gläsernen Auto

Die digitale Vernetzung der Autos zum rollenden Smartphone schreitet voran: Obwohl 8 von 10 Schweizer Autofahrer diesen technischen Trend positiv bewerten, haben zugleich zwei Drittel Angst vor unbefugtem Zugriff auf ihre Daten. Dies ist das Fazit einer repräsentativen Studie des Internet-Vergleichsdienstes comparis.ch.

Chur/Glarus/St. Gallen. – Stauinformationen, Parkplatzsuche, Musik hören aus der Cloud, Facebook, Twitter und Co. per Spracheingabe bedienen – und das alles während der Autofahrt: Die Vernetzung des Autos mit dem Internet ist eines der grossen Themen der internationalen Autobauer – sei es für Informationen, Entertainment oder Fahrsicherheit.

Doch wie bewerten die Schweizer Autofahrer diese Entwicklung der Wagen hin zum rollenden Smartphone? Eine neue Technikwelt voller Möglichkeiten? Oder eine Gefahr für Datenschutz und Datensicherheit, die der Datensammelwut von Herstellern, Versicherungen und Behörden Tür und Tor öffnet? Antworten darauf liefert eine repräsentative Umfrage des Marktforschungsinstitutes GfK im Auftrag des Internet-Vergleichsdienstes comparis.ch unter 1244 Autobesitzern zwischen 18 und 74 Jahren in der Deutsch- und Westschweiz.

Auto als «persönlicher Rückzugsort»

Zunächst einmal ergab die Umfrage, dass 79 Prozent der Autobesitzer der zunehmenden Vernetzung des Autos spontan gefragt positiv gegenübersteht. Dennoch messen sie den Themen Datenschutz und Datensicherheit eine grosse Bedeutung zu: 91 Prozent wollen «genau wissen», welche Daten an wen übermittelt werden. 58 Prozent bezeichneten ihr Auto gar als «persönlichen Rückzugsort», wo sie nicht wollen, dass man sie überwachen kann.

Denn bei aller Offenheit gegenüber der technischen Entwicklung: 65 Prozent der Befragten gaben an, Angst davor zu haben, dass Unbefugte Zugriff auf die Daten erhalten könnten, wenn ihr Auto mit dem Internet verbunden ist. So wollen 61 Prozent ausdrücklich nicht, dass etwa der Hersteller alle Informationen über das Auto und dessen Zustand via Online-Verbindung abzapfen kann.

Für Mehrheit überwiegen Vorteile

Begrüsst wird die digitale Vernetzung des Autos vor allem, wenn es der Sicherheit im Strassenverkehr dient. Für über 80 Prozent ist die Sicherheit das oberste Gebot und daher ist es für sie ok, wenn das Auto dafür vernetzt wird. Neun von zehn Autofahrern finden ausserdem, dass Informationen über die Verkehrslage oder Parkmöglichkeiten «auf jeden Fall» in einem Auto abrufbar sein sollten.

Nach Abwägen der Vor- und Nachteile kommen 62 Prozent der Autobesitzer zu dem Schluss, dass die Vorteile überwiegen. Eine Belohnung für die Vernetzung des Autos in Form von Prämienrabatten gibt es von den Versicherungen erst vereinzelt. (so)

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