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Steuernachzahlung: Lakers machen Dampf in Bundesbern

Laut Bundesgericht müssen die Lakers über 360 000 Franken Nachsteuern zahlen. Der Club hat die Busse bisher noch nicht berappt, aber ist indirekt aktiv auf politischer Ebene. Wegen des Urteils soll das Mehrwertsteuergesetz angepasst werden.

Südostschweiz
18.08.14 - 21:30 Uhr

Eishockey. – Ende Juni kam die Hiobsbotschaft vom Bundesgericht: Die Lakers Sport AG wurde zu einer happigen Steuernachzahlung von über 360 000 Franken verdonnert (die «Südostschweiz» berichtete). Grund für die Nachforderung: Die Lakers haben jahrelang keine Mehrwertsteuern bezahlt für Zuwendungen des 100er-Clubs. 

Obwohl seit der Urteilsverkündung fast zwei Monate vergangen sind, wurden die Lakers bisher noch nicht zur Kasse gebeten. «Wir haben die Rechnung noch nicht erhalten», bestätigt Sandro Ruggli, Rechtsanwalt und VR-Mitglied der Lakers Sport AG. 

«Gesetz muss geändert werden»

Erst wenn diese eintreffe, werde man sie begleichen. Das Geld für die verlangte Nachsteuer hat die Lakers Sport AG zur Hand: Dank getätigten Rückstellungen und einem Zustupf des 100er-Clubs, der etwa einen Drittel (rund 120 000 Franken) beisteuert sowie weiteren Gönnern.

Nun wollen die Lakers indirekt vorbeugen, dass andere Klubs zukünftig nicht in die gleiche Falle tappen und ebenso Zeche zahlen müssen. «Das Mehrwertsteuergesetz ist unbefriedigend und muss geändert werden», betont Ruggli. (rol)

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