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Pole-Position für Rosberg in China

Nico Rosberg erobert in China die Pole-Position für das dritte Saisonrennen vor dem Red-Bull-Fahrer Daniel Ricciardo. Rosbergs Mercedes-Teamkollege Lewis Hamilton muss derweil von ganz hinten starten.

Südostschweiz
16.04.16 - 10:57 Uhr
Sport

Nico Rosbergs Chancen, zum dritten Mal in diesem WM-Jahr und zum insgesamt sechsten Mal in Folge einen Grand Prix zu gewinnen, stehen nach dem Qualifying in Schanghai bestens. Der 30-jährige Deutsche verwies den Australier Daniel Ricciardo in der Zeitenjagd um über eine halbe Sekunde auf Platz 2. In der zweiten Startreihe stehen die Ferraris von Kimi Räikkönen und Sebastian Vettel, die sich nach den vielversprechenden Trainings eine bessere Ausgangslage erhofft hatten. Neben seinem Startplatz wird Rosberg am Sonntag zupass kommen, dass er im Gegensatz zu seinen Konkurrenten mit den Soft- und nicht mit den Supersoft-Reifen wird starten können. Dies ergibt für den WM-Leader einen grossen taktischen Verteil, da die Supersoft-Reifen, die weichste Mischung, sehr kurzlebig sind.

Grosser Verlierer am Samstag war Lewis Hamilton. Der dreimalige Weltmeister muss das Rennen am Sonntag (Start 08.00 Uhr Schweizer Zeit) von ganz hinten in Angriff nehmen, da er im ersten Teil der Qualifikation aufgrund eines Problems mit dem System zur Energie-Rückgewinnung am Mercedes keine Zeit setzen konnte. "Wir werden zurückschlagen. Wir haben ein schnelles Auto", gab Hamilton sofort die Parole fürs Rennen aus. Trösten konnte sich der Engländer immerhin damit, dass seine Strafversetzung wegen eines Getriebewechsels nicht mehr ins Gewicht fiel. Zuletzt hatte Hamilton im Sommer 2014 in Ungarn eine Aufholjagd von ganz hinten starten müssen, am Ende reichte es ihm damals zu Platz 3.

Erstmals überhaupt in dieser Saison schaffte es Sauber in den zweiten Teil des Qualifyings - und dies gar mit beiden Autos. Am Ende resultierten für Marcus Ericsson und Felipe Nasr hinter dem Genfer Romain Grosjean (Haas-Ferrari) die Plätze 15 und 16.

Kurz nach Beginn der Qualifikation musste die Zeitenjagd für 22 Minuten ein erstes Mal unterbrochen werden, nachdem Pascal Wehrlein im Manor-Mercedes auf der Start-/Ziel-Geraden von der Strecke abgekommen war. Der junge Deutsche geriet bei voller Beschleunigung in eine Wasserlache, die sich hinter einer Bodenwelle befand, und hatte dergestalt keine Chance, das Auto unter Kontrolle zu halten. Der zweite Unterbruch wurde kurz vor Ende des zweiten Teils nötig, weil sich am Force India-Mercedes von Nico Hülkenberg ein Vorderrad gelöst hatte.

Entgegen den Vorhersagen vom Freitag konnte das Qualifying bei weitgehend trockenen Bedingungen ausgetragen werden. Nur zu Beginn waren einige Fahrer mit den Intermediates-Reifen unterwegs gewesen.

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