EHC Winterthur der Favorit, Neuling Seewen mit Di Pietro
Alles andere als der Ostschweizer-Meister-Titel für Winterthur wäre im 1.-Liga-Eishockey eine grosse Überraschung. Für Aufsehen sorgte noch vor dem Saisonstart am Samstag Aufsteiger Seewen mit der Verpflichtung von Paul Di Pietro.
Alles andere als der Ostschweizer-Meister-Titel für Winterthur wäre im 1.-Liga-Eishockey eine grosse Überraschung. Für Aufsehen sorgte noch vor dem Saisonstart am Samstag Aufsteiger Seewen mit der Verpflichtung von Paul Di Pietro.
Eishockey. – In der 1.-Liga-Gruppe 1 haben sich die beiden Bündner Vertreter Arosa und Chur in dieser Saison mit zwei neuen Gegnern auseinanderzusetzen. Seewen ist in die dritthöchste Spielklasse zurückgekehrt, Ceresio fusionierte mit Bellinzona, womit die Tessiner Kantonshauptstadt wieder in der 1. Liga vertreten ist – weitgehend mit Akteuren aus dem letztjährigen Ceresio-Kader.
Das Mass aller Dinge in dieser Gruppe wird Winterthur sein, dessen Kader nahezu identisch ist mit jenem in der letzten Saison, in welcher der Ostschweizer-Meister-Titel gewonnen werden konnte. Diesmal soll es nun noch etwas mehr werden. Winterthur will Amateur-Schweizer-Meister werden und die Nachfolge von Martigny antreten. Die in die NLB aufgestiegenen Walliser holten sich diesen Titel im letzten Frühling dank eines 3:0-Finalsieges – gegen Winterthur.
Herisau und Pikes mit Veränderungen
Winterthurs Konkurrenz äussert sich betreffend der Zielsetzungen mit einigen wenigen Ausnahmen vorsichtig. Der Ostschweizer Vorjahresfinalist Bülach will einfach «die Play-offs erreichen und in diesen dann möglichst erfolgreich abschneiden». Dübendorf strebt die Wiedergutmachung für das Play-off-Out letzte Saison in den Viertelfinals gegen Chiasso an. Will heissen: Zumindest den Halbfinal haben die Zürcher im Visier.
Im Jahr seines 70-jährigen Bestehens muss der SC Herisau im Vergleich zur Saison 2011/12, der erfolgreichsten seit zehn Jahren (fünfter Rang, Play-off-Halbfinal), möglicherweise ein bisschen zurückbuchstabieren. Nach dem mit Sparmassnahmen begründeten Abgang diverser Leistungsträger werde der Klassenerhalt angestrebt, wird verkündet. Das ist jedoch etwas tief gestapelt. Das Kader müsste immer noch gut genug für die Play-off-Teilnahme sein. Auch die Pikes Oberthurgau werden sich nach dem eingeleiteten Verjüngungsprozess wohl etwas schwerer tun als letzte Saison. Die Play-off-Teilnahme wird erhofft, «erstes Ziel ist aber der Ligaerhalt», heisst es.
Der Transfercoup des Aufsteigers
Bei Uzwil ist der Klassenerhalt die Minimalvorgabe. «Das Optimalziel ist ein Play-off-Platz», sagt Trainer Roger Bader. «Um diesen zu erreichen, muss es aber optimal laufen.»
Den namhaftesten Zuzug meldete der EHC Seewen. Die Schwyzer zählen auf die Dienste des Kult-Stürmers Paul Di Pietro, der letzte Saison für Sierre und die SCL Tigers spielte («suedostschweiz.ch» berichtete). Damit hat der Neuling neben Fabian Gull noch einen zweiten bereits 42-jährigen Akteure in seinen Reihen. Aber: Di Pietros Engagement – so der aktuelle Stand – beschränkt sich auf die Partie vom nächsten Mittwoch gegen Pikes Oberthurgau. Bleibt es dabei, wird der ehemalige Schweizer Internationale bei Seebner Gastspielen in Bündner Eishallen (am 13. Oktober in Arosa, zwei Wochen später in Chur) somit nicht zu sehen sein.
Ab Rang 2 ist vieles möglich
Nach vorne orientieren werden sich wohl die Tessiner Klubs Bellinzona und Chiasso, während diesbezüglich bei Frauenfeld nach doch gewichtigen Abgängen ein Fragezeichen zu setzen ist. So oder so: Es kündigt sich ein harter Kampf um die Play-off-Plätze an. Hinter Winterthur ist vieles möglich. Ein Abstiegskandidat ist nur schwer auszumachen. (js)
Wir bitten um euer Verständnis, dass der Zugang zu den Kommentaren unseren Abonnenten vorbehalten ist. Registriere dich und erhalte Zugriff auf mehr Artikel oder erhalte unlimitierter Zugang zu allen Inhalten, indem du dich für eines unserer digitalen Abos entscheidest.
Bereits Abonnent? Dann schnell einloggen.