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Zürcher Städteinitiative für mehr Velo- und Fussverkehr angenommen

Die Stadt Zürich setzt künftig konsequent auf den öffentlichen, den Velo- und den Fussverkehr. Die Stimmberechtigten nahmen am Sonntag die Städteinitiative mit 52,4 Prozent Ja-Stimmen an. Die Stimmbeteiligung lag bei 28,7 Prozent.

Südostschweiz
04.09.11 - 18:48 Uhr

Zürich. – 31'493 sagten Ja zur Initiative des Vereins «UmverkehR», 28'624 legten ein Nein in die Urne. Damit muss die Stadt Zürich den prozentualen Anteil des öV, des Fuss- und Veloverkehrs am gesamten Verkehrsaufkommen innerhalb von zehn Jahren um mindestens zehn Prozentpunkte steigern.

Der Anteil soll in zehn Jahren statt heute 64 neu 74 Prozent betragen. Die Zürcher Gemeindeordnung wird um einen entsprechenden Artikel ergänzt. Für den Stadtrat ist diese Forderung «völlig unrealistisch». Er hatte deshalb einen Gegenvorschlag zur Initiative präsentiert. Dieser verlangte, dass die Stadt öV, Fuss- und Veloverkehr bevorzugt behandelt und dem öffentlichen Raum besonders Sorge trägt.

Auch der Gegenvorschlag wurde angenommen und zwar mit 64,3 Prozent Ja-Stimmen sogar deutlicher als die Initiative. In der Stichfrage entschieden sich die Stimmberechtigten aber mit 50,6 Prozent knapp für die Initiative.

Der Verein «UmverkehR» hat ähnliche Initiativen auch in anderen Schweizer Städten lanciert, so in Basel, Genf, Luzern, St. Gallen und Winterthur. In St. Gallen und Genf wurden die Initiativen angenommen, in den anderen Städten die Gegenvorschläge. (sda)

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