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Tessin will Programm zur Zusammenarbeit mit Italien retten

Der Tessiner Staatsrat will das Programm Interreg 2014-2020 zwischen der Schweiz und Italien retten. Er fordert den Bund dazu auf, seinen Beitrag von 5,4 Millionen Franken zu verdoppeln. Betroffen ist auch der Kanton Graubünden.

Südostschweiz
16.10.14 - 17:52 Uhr

Chur. – Die Europäische Kommission hatte die Schweiz im September darüber informiert, dass sie das Programm Interreg 2014-2020 ablehnt. Als Grund gab sie die grosse Diskrepanz zwischen der finanziellen Beteiligung der beiden Länder an. Im Rahmen von Interreg werden gebiets- und grenzübergreifende Projekte unterstützt.

Der Tessiner Staatsrat fordert nun das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) in einem Brief dazu auf, den Finanzbeitrag zu verdoppeln, wie er am Donnerstag mitteilte.

1,68 Millionen aus Graubünden

Zusammen mit den Beiträgen der Kantone Tessin, Wallis und Graubünden würde die Beteiligung der Schweiz dann in etwa in der Grössenordnung von jener aus Italien liegen. Damit könnten die Verhandlungen mit der Europäischen Kommission wieder aufgenommen werden, heisst es vonseiten des Tessiner Staatsrats.

Ende August hatte die Bündner Regierung mitgeteilt, dass Graubünden Ende Jahr eine Programmvereinbarung unterzeichnen wird. Der Anteil Graubündens für Projektbeiträge beläuft sich auf 1,68 Millionen Franken für die siebenjährige Förderperiode («suedostschweiz.ch» berichtete). (sda/so)

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