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Schweiz und Italien wollen in Umwelt-Zusammenarbeit

Umweltministerin Doris Leuthard und ihr italienischer Amtskollege Corrado Clini haben am Donnerstagabend in Poschiavo GR im Vorfeld der Alpenkonferenz eine Absichtserklärung zu Umweltfragen unterzeichnet.

Südostschweiz
06.09.12 - 21:54 Uhr

Poschiavo. – Die Erklärung umfasst die Bereiche Luft- und Wasserverschmutzung, Abfall und nachhaltigen Tourismus, wie Harald Hammel, Sprecher des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK), mitteilte. Es gehe um Know-how-Transfer und Forschungsaustausch.

Das Dokument sei juristisch nicht bindend, illustriere aber den Willen beider Länder, auf diesen Gebieten zusammenzuarbeiten - nicht nur im Alpenraum, sondern generell. Leuthard wertete die Unterzeichnung als politisches Signal, dass die Schweiz und Italien auch in diesem Bereich enger zusammenarbeiten wollen, wie Hammel sagte. Ähnliche Absichtserklärungen hat die Schweiz bereits mit China, Indonesien und Uruguay unterzeichnet.

Konferenz-Eröffnung am Freitag

Am Freitag eröffnet UVEK-Chefin Leuthard in Poschiavo die Alpenkonferenz, an der auch die Umweltminister Österreichs, Deutschlands, Italiens und Liechtensteins teilnehmen. Im Vordergrund dieser Gespräche steht laut UVEK die Frage, wie der Alpenraum geschützt und gleichzeitig nachhaltig genutzt werden kann.

Auf der Agenda stehen auch die Ergebnisse der Rio+20-Konferenz. Diskutieren werden die Umweltminister ferner über erneuerbare Energien und nachhaltigen Tourismus im Alpenraum. Die Alpenkonferenz ist das beschlussfassende Organ der Alpenkonvention, einem völkerrechtlichen Vertrag zwischen acht Staaten und der EU zum Schutz und zur nachhaltigen Entwicklung des Alpenraums.

Podien, Referate und Workshops

Im Anschluss an die Alpenkonferenz lädt Leuthard die deutschsprachigen Umweltministerinnen und -minister zu einem informellen Treffen ein. Das Vierertreffen findet jährlich statt.

Erstmals ist die Alpenkonferenz in eine «Alpenwoche» eingebettet, die Interessierten Gelegenheit bietet, sich über die Herausforderungen des Alpenraums auszutauschen («suedostschweiz.ch» berichtete). An verschiedenen Podien, in Referaten und in Workshops um das Thema «Erneuerbare Alpen» werden die Herausforderungen beleuchtet. Die Alpenwoche ist eine Veranstaltung im Rahmen der schweizerischen Präsidentschaft der Alpenkonvention. (sda)

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