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Livigno will Bündner Regierung treffen

Auf der Anfahrt zum Tunnel nach Livigno sollen Verkehrs­zusammenbrüche wie in den letzten Jahren verhindert werden. Die italienischen Behörden suchen das Gespräch mit der Bündner Regierung.

Südostschweiz
28.10.11 - 09:02 Uhr

Chur/Livigno. – Während der Wintersaison stauten sich in der Vergangenheit die Autos der Touristen vor dem Strassentunnel nach Livigno kilometerweit und verursachten auf Bündner Seite regelmässig einen Verkehrskollaps. Die Bündner Regierung hatte kürzlich damit gedroht, in diesem Jahr die Zufahrt zum Tunnel notfalls zu sperren, wenn es die Verkehrssicherheit erfordern würde («suedostschweiz.ch» berichtete). Die Touristen, die meist von Osteuropa her nach Livigno wollen, müssten in der Folge einen weiten Umweg in Kauf nehmen.

Die Warnung scheint beim Adressaten angekommen zu sein. Zumindest hat der Präsident der Provinz Sondrio und der Bürgermeister von Livigno kürzlich bei der Bündner Regierung um eine Besprechung angefragt, wie Regierungsrätin Barbara Janom Steiner auf Anfrage sagte. Die Bündner Regierung hat seine Zusage zu den Gesprächen gegeben, ein Termin für das Treffen steht aber noch aus.

Kantonspolizei bereitet Sperrung vor

Janom Steiner hatte von den italienischen Verantwortlichen ursprünglich ein Konzept zur Eindämmung der Verkehrslawine verlangt, die im Winter vor allem an Samstagen regelmässig durch das Unterengadin und das Münstertal rollte. Ein solches Konzept liegt bis heute nicht vor.

Die Kantonspolizei Graubünden hat unabhängig davon, wie die Gespräche mit den italienischen Behörden verlaufen, schon damit begonnen, einen Eventualplan in Falle eines neuerlichen Verkehrskollapses vor dem Tunnel nach Livigno zu erstellen. Darin wird festgehalten werden, welche Signalisationen bei einer Sperrung nötig sind und wie die anrollenden Touristen frühzeitig informiert werden können. «Die Kantonspolizei hat diesbezüglich einen konkreten Auftrag erhalten», bestätigte Janom Steiner. (bcm)

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