Frauenhaus Graubünden senkt die Tarife markant

Der neue zwischen dem Kanton und dem Frauenhaus Graubünden bis ins Jahr 2015 vereinbarte Leistungsvertrag sieht markant tiefere Tarife für die Beherbergung von Frauen und Kindern vor. Ziel ist eine höhere Auslastung.

Diana Honegger Droll, Präsidentin des Stiftungsrates des Frauenhauses Graubünden.

Bild: Olivia Item

Chur. – Wie die Standeskanzlei Graubünden am Donnerstag mitteilte, wurde zwischen dem Kanton und dem Frauenhaus Graubünden ein neuer Leistungsvertrag vereinbart. Dieser ist für die Dauer von drei Jahren, das heisst bis ins Jahr 2015 gültig.

Mit dem neuen Vertragswerk ändert sich das Abgeltungssystem für die Beherbergungs- und Betreuungsleistungen, wie Andrea Ferroni, Chef des kantonalen Sozialamtes, und Diana Honegger Droll, Präsidentin des Stiftungsrates des Frauenhauses Graubünden, auf Anfrage erklärten.

150 statt 230 Franken

Der neue Leistungsvertrag sieht unter anderem eine Reduktion der Tarife vor. So lag der Pensionstarif bis Ende letzten Jahres pro Frau und Tag bei 230 Franken und pro Kind und Tag bei 170 Franken. «Diese Tarife galten für alle Schutzsuchenden, ob sie nun in Graubünden oder in einem anderen Kanton wohnhaft waren», erklärte Honegger Droll.

Neu zahlen im Kanton wohnhafte Frauen 150 Franken und deren Kinder 100 Franken, für die ausserhalb des Kantons wohnhafte Klientel bleiben die Tarife auf der Höhe der früheren Vereinbarung. Die neuen Tarife dienen dem Ziel, eine höhere Auslastung zu erzielen. (so)

  • Quelle: suedostschweiz.ch
  • Datum: 12.01.2012, 17:50 Uhr
  • Webcode: 1336767

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Peter Vritsch

13.01.2012 13:25 Uhr

warum strebt man eine höhere Auslastung an??

will man im Frauenhaus möglichst viele Opfer schaffen und produzieren??
sollte es eigentlich nicht so sein, dass demjenigen (unabhängig vom Geschlecht, der Hautfarbe, Religionszugehörigkeit, sexueller Neigung usw.) geholfen wird, der Hilfe braucht, oder geht es in Wirklichkeit um was anderes? sollen möglichst viele "Opfer" für die "Opferstatistiken" geschaffen werden?

das wäre ja in etwa so, wie wenn man versucht gesunden Menschen Medikamente zu geben, die sie eigentlich nicht brauchen, weil ihnen ja auch nichts fehlt und sie gesund sind - aber man schafft eine Abhängigkeit vom Medikament, an dem am Ende nur die Pharmaindustrie verdient und uns das alles viel Geld kostet.

Es ist aber schon so, dass vielfach gesagt wird, von Politik und Opferschutzeinrichtungen, Männer sind stark, die können sich selbst helfen und wehren, ja was soll das heißen? sollen Männer Frauen schlagen oder wie, denn die Polizei hilft ihnen ja kaum bis gar nicht? Oder soll mit der Nichthilfe für Männer eigentlich die Auslastung der Frauenhäuser erhöht werden?

wenn man diese Einstellung der Politik auf andere Bereiche ummünzt, sagen wir auf die Wirtschaft, dann würde das bedeuten, großen Unternehmen wird vom Staat nicht geholfen, die sind "stark" genug, um das selbst zu lösen, z.B. bei einem Einbruch oder Diebstahl - da gäbe es dann in kürzester Zeit Anarchie im Land, weil die Unternehmen das Gesetz selbst in die Hand nehmen, das gibt es in keinem anständigen Rechtsstaat

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