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Finanzkommission: Das Olympia-Defizit muss der Kanton Graubünden tragen

Rauher Wind aus Bern. Die Finanzkommission des Nationalrats verlangt vom Kanton Graubünden die Übernahme eines allfälligen Defizits bei der Durchführung von Olympischen Winterspielen. Der Bund dürfe auf keinen Fall mehr als eine Milliarde Franken ausgeben.

Südostschweiz
29.01.13 - 18:18 Uhr

Bern. – Das Olympia-Projekt St. Moritz 2022 steht ohne Defizitgarantie da. Die Bündner Regierung hat die Übernahme des Defizitrisikos schon in der Botschaft an den Grossen Rat ausgeschlossen. Der Bund will aber nicht in die Lücke springen. Die Finanzkommission des Nationalrats hat am Dienstag im Rahmen des Mitberichts an die federführende Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur die Übernahme einer Defizitgarantie kategorisch ausgeschlossen.

Das Kostendach von einer Milliarde Franken sei unverrückbar und Mehrkosten dürften auf keinen Fall vom Bund übernommen werden. «Ein entsprechender Hinweis, dass der Bund keine Defizitgarantie übernimmt und ein allfälliges Defizit vom Kanton Graubünden getragen werden müsste, ist explizit in den Bundesbeschluss aufzunehmen», teilte die Finanzkommission in einem Presse-Communiqué mit.

«Nicht nur Vorteile geniessen»

Kommissionspräsident Pirmin Schwander (SVP) sagte gegenüber der «Südostschweiz», dass der Bundeshaushalt keinen höheren Beitrag als die in Aussicht gestellte Milliarde verkrafte, die Frage der Kostenüberschreitung müsse aber klar geregelt sein. An die Adresse Graubündens meinte er, man könne nicht nur die Vorteile geniessen, ohne Risiken zu übernehmen. Ausserdem: «Wenn es mit einer Milliarde Franken vom Bund nicht möglich sein sollte, die Spiele zu organisieren, dann muss man diese Form der Winterolympiade grundsätzlich hinterfragen.» (bcm)

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