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Entscheid wegen Konsulat in St. Gallen aufgeschoben

Seit Juli ist das italienische Konsulat in St. Gallen geschlossen. Gegen den Entscheid der italienischen Regierung wurde ein Rekurs eingelegt, der nun die erste Hürde überstanden hat: Die Einsprache ist von einem Gericht in Rom für legitim erklärt worden.

Südostschweiz
11.09.14 - 21:08 Uhr

St. Gallen. – Gegen die Schliessung des italienischen Konsulats in St. Gallen setzt sich ein Komittee ein. Es hat in der Stadt St. Gallen unter anderem eine Protestkundgebung mit mehreren hundert Personen organisiert und steht auch hinter einem Rekurs gegen den Entscheid der italienischen Regierung («suedostschweiz.ch» berichtete).

Das zuständige Gericht in Rom habe am 10. September getagt, erklärte Rolando Ferrarese vom «Comitato contro la Chiusura del Consolato in San Gallo» auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Ein materieller Entscheid sei zwar noch nicht gefallen. Aber das Gericht habe entschieden, dass der Rekurs legitim sei. «Das ist eine gute Nachricht», so Ferrarese.

56 000 Italiener in der Ostschweiz

In den nächsten Tagen werde bekanntgegeben, wann die Hauptverhandlung stattfinde, in der über den Rekurs auch materiell entschieden wird. Ziel sei es, dass ein Teil der Dienstleistungen des Konsulats weiterhin in St. Gallen angeboten werden, sagte der Sprecher des Komitees.

Das Konsulat in St. Gallen war bisher für 56 000 Italiener in der Ostschweiz zuständig. Nach dem Willen der italienischen Regierung soll es aus Spargründen geschlossen werden. Neu wäre das Konsulat in Zürich auch für die Ostschweiz zuständig.

Im November waren bereits die drei italienischen Konsulate in Wettingen (Aargau), Neuenburg und Sitten (Wallis) und im Jahr 2010 die Konsulate in Chur und Lausanne geschlossen worden. (sda)

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