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Abstimmung zum Luxushotel «verschoben»

Seit September ist klar: Gegen das geplante Luxushotel auf dem Montana-Areal in Klosters sind 13 Einsprachen bzw. Vorschläge eingegangen. Nun hat die Gemeinde über das weitere Vorgehen informiert.

Südostschweiz
20.10.16 - 14:47 Uhr
Politik

Auf dem Montana-Areal in Klosters Platz soll ein 5-Stern-Hotel mit über 100 Zimmern entstehen. Von diesem Grossprojekt verspricht sich die Gemeinde Klosters-Serneus die dringend benötigten neuen touristischen Impulse. Das Hotel soll nämlich auch zahlreiche Restaurants, mehrere Bankett- und Kongresssäle sowie ein grosses Spa bieten.

Nebst dem Hotel sollen auf dem Areal soll sich zudem Platz für die Post und eine Kinderkrippe finden. Eine in Klosters ansässige Firma will das Projekt umsetzen. Kostenpunkt: 90 Millionen Franken. Dafür sollen auch über 100 Arbeitsplätze geschaffen werden und das Hotel soll im Sommer und im Winter offen sein.

Damit das Projekt realisiert werden kann, sind unter anderem eine Zonenplanänderung und der Verkauf des gemeindeeigenen Grundstücks nötig. Das Klosterser Stimmvolk soll eigentlich noch in diesem Jahr darüber abstimmen können.

Nicht alle begeistert

Das Projekt stösst nicht überall auf Gegenliebe. Eine Klosterser Privatgruppierung hat eine Volksinitiative lanciert, um die Überbauung zu verhindern. Zudem sind bei der Gemeinde 13 Eingaben, Einwendungen und Vorschläge eingegangen. Diese wurden mittlerweile von der Gemeinde gesichtet und allfällige Abklärungen in die Wege geleitet.

Unter anderem seien Einsprachen/Vorschläge in Bezug auf städtebauliche, ästhetische und nachbarschaftliche Fragen eingegangen. Es habe auch sehr detaillierte Fragen gegeben. So zum Beispiel zur Gebäudehöhe, der Dichte, der Erschliessung oder der Nutzung.

Da es sich um ein wegeweisendes Projekt handle, nehme sich die Gemeinde nun Zeit diese Fragen vertieft zu klären und das Projekt zusammen mit den Investoren und Planern weiter zu verbessern und zu optimieren. Damit könne in diesem Jahr nicht mehr über die Vorlage abgestimmt werden, erklärte die Gemeinde auf Anfrage. Der früheste Termin wäre im Februar 2017.

 

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