Bündnerin unter Zürchern: Martullo erntet Spott
Kantonsregierungen treffen sich regelmässig mit ihren Bundesparlamentariern, daran ist nichts Aussergewöhnliches. So geschah es auch am Dienstagabend im Luxushotel «Bellevue», als die Zürcher Regierung sowie die Stadträte von Winterthur und Zürich die National- und Ständeräte zu einem Gespräch einluden. Thema: Anliegen, die für den Kanton Zürich wichtig sind.
Ãber solche Veranstaltung wird in der Regel nicht gross diskutiert und berichtet, zumal sie in einigen Kantonen auch hinter verschlossenen Türen stattfinden. Bei der Veranstaltung des Kantons Zürichs sorgte aber die Anwesenheit einer bestimmten Nationalrätin am Morgen danach in den Sozialen Medien für Spott. Inmitten einer Menge Zürcher Parlamentariern stand die Bündner Nationalrätin Magdalena Martullo.
Zürcher Parlamentarier treffen Zürcher Regierung - und Frau Nationalrätin Magdalena Martullo-Blocher fühlt sich offenbar in der Zürcher Deputation ebenfalls wohl....
Posted by Andreas Hugi on Wednesday, March 9, 2016
Schnell war die Meinung gemacht: «blick.ch» stellte die Frage, ob die im Kanton Zürich wohnhafte Nationalrätin «Heimweh» habe. Der landesweit bekannte Lobbyist Andreas Hugi mutmasste auf Twitter, dass sie sich offenbar unter Zürchern Parlamentariern wohl fühle. Ein anderer Facebook-Nutzer zeigte mit dem Finger auf den Bergkanton: «So schnell hat Graubünden statt fünf nur noch vier Parlamentarier. Selber schuld!»
Was sagt jedoch Martullo selbst zu ihrem Auftritt? Gegenüber «Südostschweiz»-Bundeshaus-Journalist Jonas Schmid erklärt sie: «An der Veranstaltung ging es unteranderem um die Unternehmenssteuerreform III. Als Mitglied der Wirtschaftskommission des Nationalrates bin ich für das Dossier verantwortlich. Deshalb wurde ich als zusätzlicher Gast eingeladen.» Selbstverständlich habe sie auch für Graubünden etwas herausholen können: «Ich habe mit den Zürcher Vertretern selbstverständlich über Graubünden, die Probleme etwa im Tourismus oder über Olympia gesprochen.» In diesem Zusammenhang sei sie positiv überrascht gewesen, wie gut die Zusammenarbeit zwischen den beiden Kantonen klappt. (so)
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