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Bündner FDP fordert Transparenz beim Sägerei-Deal

Die Bündner FDP begrüsst den Sägerei-Deal in Domat/Ems der Bündner Regierung, fordert aber Transparenz und einen Grossrats-Entscheid.

Südostschweiz
27.10.15 - 14:29 Uhr
Politik

Eines der grössten Industrieareale Graubündens ist seit Jahren verweist. Konkret geht es um ein Areal einer ehemaligen Sägerei in Domat/Ems, welche Ende 2010 einging und Konkurs angemeldete. Vor wenigen Wochen gab die Bündner Regierung bekannt, auf dieser brachliegende Fläche investieren zu wollen. Konkret sollen acht der 20 Hektaren für eine neue, redimensionierte Sägerei reserviert werden. Weitere zwölf Hektaren für übrige Interessenten zur Verfügung gestellt werden.

FDP fordert Transparenz

Zu diesem Paukenschlag hat sich nun auch die Bündner FDP geäusert. Wie die Partei in einer Mitteilung schreibt, begrüssen die Freisinnigen die Abkehr des Kantons von der «eingeschlafenen Holzstrategie» hin zu einer wertschöpfungs-intensiveren Nutzung des Areals. Hingegen gebe es noch offene Fragen. Die Partei will so zum Beispiel wissen, ob es gesetzliche Grundlagen für den Bauland-Erwerb und die «Revitalisierung» des Geländes gibt.

«Ohne Be­schluss des Grossen Rates erscheinen der Bündner FDP bei heutigem Kennt­nis­stand diese Investitionen nicht möglich zu sein», schreibt die Partei. Die FDP verlangt deshalb von der Regierung «volle Transparenz über diesen aussergewöhnlichen Deal».

In ein ähnliche Richtung argumentiert auch die Bündner SVP. Sie stört sich am Vorgehen und «insbesondere der Kommunikation» seitens der Regierung und fordert rasche Aufklärung durch die Geschäftsprüfungskommission. 

Parteien mehrheitlich dafür

Zum Deal haben sich in früheren Tagen weitere Parteien und Organisationen bereits geäussert. So Begrüsste BDP-Präsident Andreas Felix vergangene Woche in einem Leserbrief in der «Südostschweiz» dieses «proaktive Handeln». Livio Zanetti, Präsident des Bündner Forstunternehmer-Verbands, begrüsste die Pläne ebenfalls in einem Leserbrief im «Bündner Tagblatt».

Die SP Graubünden betrachtet den Kaufentscheid als weitsichtig und volkswirtschaftlich richtig. Das wertvolle Areal bleibt so nicht mehr länger wertschöpfungslose Brache, es wird zur Grundlage für die Schaffung von wertschöpfungsintensiven Arbeitsplätzen, schreibt die SP.

Und auch die CVP Graubünden begrüsst es, dass das Industrieareal mit Hilfe des Kantons geöffnet und genutzt werden soll. Dass das an bester Lage und bestens erschlossene Industrieareal genutzt werden soll, um dort neue Arbeitsplätze zu schaffen und volkswirtschaftlichen Nutzen zu ermöglichen, wird seitens der CVP Graubünden begrüsst. (pma/phw)

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