US-Schulbehörde verbannt Sherlock Holmes vom Lehrplan
Weltweit mögen die Kriminalgeschichten von Arthur Conan Doyle zu den Schätzen der Literaturgeschichte gehören, nicht aber in einem Landkreis im US-Bundesstaat Virginia. Die Schulbehörde von Charlottesville hat den Roman «Eine Studie in Scharlachrot» vom Lehrplan genommen.
Weltweit mögen die Kriminalgeschichten von Arthur Conan Doyle zu den Schätzen der Literaturgeschichte gehören, nicht aber in einem Landkreis im US-Bundesstaat Virginia. Die Schulbehörde von Charlottesville hat den Roman «Eine Studie in Scharlachrot» vom Lehrplan genommen.
Charlottesville. – Eltern hatten sich wegen einer angeblichen Beleidigung des mormonischen Glaubens beschwert, wie die «Washington Post» am Mittwoch berichtete. In der Geschichte von 1887, die der spätere Sir Arthur im Alter von 28 Jahren veröffentlichte, geht es in einer Passage um eine erzwungene Heirat im Mormonen-Milieu. Das empfanden die Eltern eines Kindes als herabwürdigend und ein Ausschuss der Schulbehörde gab ihnen recht.
Allerdings stand das Buch nur in einer Schule auf dem Pflichtprogramm, die Entscheidung - die von vielen Eltern heftig kritisiert wurde - betrifft aber alle Schulen in dem Landkreis.
Vor eineinhalb Jahren hatten Schulen im nahen Culpeper County schon das «Tagebuch der Anne Frank» zensiert; Eltern monierten insbesondere den Begriff «Vagina». (sda)
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