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Erweiterung des Bündner Kunstmuseums – Sieger-Projekt kommt aus Spanien

Die Regierung hat die Botschaft über die bauliche Erweiterung des Bündner Kunstmuseums zuhanden des Grossen Rates verabschiedet. Als Wettbewerbssieger wurde von der eingesetzten Jury das Architekturbüro Barozzi Veiga aus Barcelona mit seinem Projekt «Die Kunst der Fuge» erklärt.

So soll der Erweiterungsbau des Bündner Kunstmuseums aussehen.
So soll der Erweiterungsbau des Bündner Kunstmuseums aussehen.

Chur. – Verschiedene im Vorfeld der Museumsplanung eingeholte Machbarkeitsstudien zeigten, dass aufgrund der knappen Platzverhältnisse auf dem Museumsareal die nötige Erweiterung ohne Abbruch des als grundsätzlich erhaltenswert eingestuften Sulserbaus kaum oder nur mit erheblichen Nachteilen zu realisieren wäre.

Präzise und klare Setzung

Die Resultate eines aus Zeitgründen parallel zur Botschaftserarbeitung durchgeführten Architekturwettbewerbes bestätigen nun die Ergebnisse dieser in der Botschaft vorgestellten Vorstudien. Sämtliche der 18 eingegangenen Projekte sehen den Ersatz des für Kunstausstellungen nur bedingt geeigneten Sulserbaus vor. Als Wettbewerbssieger wurde von der eingesetzten Jury das Architekturbüro Barozzi Veiga aus Barcelona mit seinem Projekt «Die Kunst der Fuge» erklärt. Auf dem zweiten Platz folgt das Projekt «Hyllis» vom Architekturbüro EM2N aus Zürich. Den dritten Rang erzielte das Projekt «Alberto» von Valerio Olgiati aus Flims.

Nach Ansicht des Preisgerichts besticht das Siegerprojekt durch die präzise und klare Setzung in sein architektonisches Umfeld. Gut proportionierte Räume für die Sammlung und eine flexible Raumstruktur für Wechselausstellungen überzeugten auch im funktionalen Bereich. Das Architekturbüro Barozzi Veiga hat schon mehrere Bauten für die Kultur ausgeführt und Wettbewerbe für Kunstmuseen gewonnen, so unter anderen denjenigen für das musée des beaux arts in Lausanne im letzten Jahr.

Grosszügige Schenkung

Die Investitionskosten für die Museumserweiterung betragen 28.5 Millionen Franken. Diesen Bruttoinvestitionen stehen 20 Millionen Franken Einnahmen aus einer zweckgebundenen Schenkung gegenüber. Es verbleibt für den Kanton eine Nettoinvestition von 8.5 Millionen Franken. Vorgesehener Baubeginn ist im Oktober 2013. Eine Eröffnung des erweiterten Kunstmuseums wäre im September 2015 möglich.

Alle 18 Projekte des international ausgeschriebenen Architekturwettbewerbes werden vom 3. bis 29. April im Bündner Kunstmuseum in Chur öffentlich ausgestellt. Der Eintritt zur Ausstellung der Projekte ist frei. Der Bericht des Preisgerichts kann zudem hier eingesehen und heruntergeladen werden, wie die Bündner Regierung am Donnerstag mitteilte. (so)

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