Dafür müsst ihr 2024 tiefer in die Tasche greifen
Allgemeine Inflation, steigende Krankenkassenprämien und höhere Zinsen: Auch 2023 sind uns diese Begriffe ständig begegnet. Die Auswirkungen dieser Preiserhöhungen merken wir auch in unserem Portemonnaie. Was im nächsten Jahr auf uns zukommt, haben wir euch hier zusammengestellt.
Mehrwertsteuer
Erstmals seit sechs Jahren klettert der Mehrwertsteuersatz in der Schweiz wieder in die Höhe. Per 1. Januar 2024 wird der Satz von 7,7 Prozent auf 8,1 Prozent angehoben. Der reduzierte Mehrwertsteuersatz von 2,5 Prozent beträgt neu 2,6 Prozent und der Sondersatz für die Beherbergungsbranche wird von 3,7 Prozent auf 3,8 Prozent angehoben. Das Schweizer Stimmvolk hat die Erhöhung der Mehrwertsteuer zugunsten der AHV am 25. September 2022 mit 55 Prozent Ja-Stimmen gutgeheissen.
Schweizer Händler wollen Steuererhöhung abfedern
Krankenkasse
Auch die Krankenkassenprämien werden im Jahr 2024 teurer. Die mittlere Monatsprämie beträgt neu durchschnittlich 359.50 Franken. Das entspricht einem Anstieg von 8,7 Prozent. Die mittlere Prämie für Erwachsene steigt um 33.80 Franken auf 426.70 Franken. Diejenige für junge Erwachsene erhöht sich um 8,6 Prozent auf 300.60 Franken. Die mittlere Prämie für Kinder steigt gegenüber 2023 um 8 Franken auf 111.80 Franken.
Krankenkassenprämien steigen in Graubünden und Glarus etwas weniger stark als schweizweit
Miete
Im Dezember wurde der hypothekarische Referenzzinssatz auf 1,75 Prozent angehoben. Die Vermieterinnen und Vermieter können den Mietzins um drei Prozent erhöhen, sofern auch frühere Senkungen vorgenommen wurden. Ein Erhöhungsanspruch besteht konkret, falls der aktuelle Mietzins auf dem bisherigen, seit dem 2. Juni 2023 geltenden Referenzzinssatz von 1,5 Prozent basiert. Falls er gar noch auf dem älteren von 1,25 Prozent basiert, ergibt sich ein noch grösserer Erhöhungsanspruch. Eine Mieterhöhung kann auf den nächsten Kündigungstermin hin geschehen, muss jedoch zehn Tage vor Beginn der Kündigungsfrist kommuniziert werden.
Referenzzinssatz steigt erneut
Strom
Laut dem Bund werden auch die Strompreise im kommenden Jahr weiter ansteigen, genauer gesagt um durchschnittlich 18 Prozent. Dies geht aus den Berechnungen der Eidgenössischen Elektrizitätskommission hervor. Ein typischer Haushalt bezahlt im kommenden Jahr 32.14 Rappen pro Kilowattstunde. Dies entspricht einer Zunahme um 4.94 Rappen pro Kilowattstunde. Die Unterschiede können lokal jedoch deutlich höher ausfallen. Für Graubünden zeigt sich ein stark unterschiedliches Bild: Während Bewohnerinnen und Bewohner in Rongellen weniger als 11 Rappen pro Kilowattstunde zahlen müssen, zahlen Haushalte in Castaneda mit 41 Rappen das Vierfache.
Anstieg der Strompreise 2024: Wie stark ist eure Gemeinde betroffen?
Briefe und Pakete
Auch Briefe und Pakete werden künftig mehr kosten. Briefe werden je zehn Rappen teurer: Der Standard-A-Post-Brief kostet neu 1.20 Franken, der B-Post-Brief 1.00 Franken. Der Preis von Priority- und Economy-Paketen wird um 1.50 Franken erhöht.
Post erhöht Preise für Briefe und Pakete
Öffentlicher Verkehr
Das Fahren mit dem öffentlichen Verkehr wird von Preiserhöhungen nicht ausgelassen. Die Preise für das Generalabonnement der SBB sind bereits mit der Fahrplanänderung vom 10. Dezember gestiegen. So wurde das GA für die 2.-Klasse von 3860 auf 3995 Franken erhöht. Auch das Halbtax kostet beim Erstkauf neu fünf Franken mehr. Die Erhöhungen im öffentlichen Verkehr in Graubünden werden laut dem Bündner Verbund Inivia tiefer ausfallen als schweizweit.